Berlin hat Potenzial
Bärenstarke Forschung nützt der Wirtschaft

Vier Universitäten, sieben Fachhochschulen, fünf private Hochschulen, sieben Fraunhofer-Institute, dazu mehr als 70 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und etwa 50 000 direkt oder indirekt in der Wissenschaft Beschäftigte lassen kaum einen Zweifel aufkommen: Als Wissenschaftsstadt ist Berlin nicht nur in Deutschland ein Schwergewicht.

HB BERLIN. Vor allem in den so genannten Zukunftsbranchen – Biotechnologie und Medizin- und Informationstechnik, Kommunikationstechnologie und Mikrosystemtechnik – sei Berlin stark, wirbt die Berliner Wirtschaftsförderung für den Standort.

Doch habe die Stadt ihr Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft, glauben die Wirtschaftsförderer. Dass nämlich allein 13 Prozent aller wissenschaftlichen Patentanmeldungen aus Berlin kommen, dass die Stadt allein 22 Pharmaunternehmen, 150 Betriebe der Medizintechnik und 160 Biotechnologiefirmen zählt, die im Jahr rund 17 Mrd. Euro umsetzen – wer weiß das schon?

Genau das soll sich ändern. Berlin nicht nur als politische Hauptstadt der Republik und quirlige Metropole in den Köpfen von Investoren und Unternehmen zu etablieren, sondern auch ihre Bedeutung als wirtschaftliches Zentrum der genannten Zukunftsbranchen zu etablieren, ist deshalb zum erklärten Ziel der Wirtschaftsförderer geworden. Eine – weitere – Marke muss her, heißt daher die Bereits im Sommer 2005 trafen sich auf Einladung der Berlin Partner GmbH, sie vereint seit vergangenem Jahr die Aufgaben der Wirtschaftsförderung und des Stadtmarketings unter ihrem Dach, Vertreter aus Wissenschaft und Politik zu einem „Marken-Symposium Berlin-Wissenschaft“ und berieten über Möglichkeiten, den Wissenschaftsstandort bekannter zu machen. Die Berliner Kunsthochschulen wurden aufgefordert, Entwürfe für einen griffigen Markenauftritt einzureichen, eine Jury soll am Ende des Wettbewerbs die beste Idee und die überzeugendste Umsetzung auswählen.

Roland Engels, Geschäftsführer von Berlin-Partner, hat indes vor allem das Zusammenspiel von Wirtschaft und Forschung im Blick: „Wissenschaftsmarketing unterstützt uns bei der Ansiedlung von Investoren“, zeigt er sich von der ökonomischen Strahlkraft der Marke überzeugt. Ob dies auch bei Immobilienanlegern greift, muss die Zukunft zeigen. Denn noch spielen die beiden bedeutendsten Wissenschafts- und Technologieparks der Stadt – Campus Berlin-Buch sowie Adlershof –, auf dem gewerblichen Immobilienmarkt der Stadt nur eine untergeordnete Rolle. Wer in der Hauptstadt investiert, setzt zuerst auf Einzelhandels- und Büroflächen, auf Hotels oder Wohnungen. wik

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