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09.01.2009 
Verkauf der BIH

Berlin trennt sich von Immobilien

von Frank M. Drost

Berlin will einen Schlussstrich unter das Kapitel Ex-Bankgesellschaft ziehen und sich von seinem umfangreichen Immobilienportfolio trennen. Das in Landesbank Berlin umfirmierte Institut wurde bereits 2007 für 4,6 Mrd. Euro an die Sparkassenorganisation veräußert. Zuvor konzentrierte man die immobilen "Altlasten" der Bank in der Berliner Immobilien Holding GmbH. Für sie sucht die UBS derzeit nach Käufern.

BERLIN. Bis zum 18. Januar haben Interessenten Zeit, Gebote für Immobilien der Berliner Immobilien Holding GmbH (BIH) abzugeben. UBS Deutschland begleitet das Land bei diesem Verkaufsprozess.

Die BIH ist ein komplexes Gebilde. Es besteht aus 535 Objekten mit rund 42 000 Mieteinheiten auf einer Fläche von rund 4,8 Mio. Quadratmetern (qm). Darunter befinden sich 39 000 Wohnungen, 1 500 Einkaufszentren sowie Bürokomplexe, Seniorenbetreuungseinrichtungen, Hotels und, Kinos, die sich zum allergrößten Teil in Deutschland befinden.

Gehalten werden diese Immobilien größtenteils durch 29 geschlossene Immobilienfonds. Die ehemalige Bankgesellschaft hatte diese Immobilien mehr oder minder wahllos für einst 9,3 Mrd. Euro erworben und damit diverse Fonds bestückt. Umfangreiche Garantieversprechen bei abflauender Immobilienkonjunktur brachten die Bank im Jahr 2000 in eine existenzielle Notlage. Nur durch eine Landesgarantie in Höhe von 21,6 Mrd.Euro wurde die Bank gerettet.

Die Strategie des Landes als Erbe der Altlasten bestand darin, den rund 53 000 Fondsanlegern Rückkaufangebote zu machen, um sich effektiver um die Verwertung kümmern zu können. Die Folge waren jahrelange Rechtsstreitigkeiten über die angemessene Vergütung für den Ausstieg. Mittlerweile halten die Anwälte der Prospekthaftungskläger - noch sind es rund 5 000 - die vom Land offerierten Konditionen für "wirtschaftlich vernünftig".

Bei den 29 Fonds hält das Land durchschnittlich 64 Prozent der Anteile. In der Ausschreibung wird ausdrücklich darauf verwiesen, dass Interessenten bestimmte Prospektgarantien der Fonds gewährleisten müssen. Unter dem Strich sieht das Land Berlin gute Chancen, das Kapitel Bankgesellschaft mit schwarzen Zahlen abschließen zu können.

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