Betriebskostenspiegel
Mieter zahlen 2,20 Euro Nebenkosten je Quadratmeter

Der Deutsche Mieterbund zeigt in einer Untersuchung, dass Mieter etwa die Hälfte ihrer Nebenkosten für Heizung und warmes Wasser ausgeben. Zudem gibt es neue Erkenntnisse über die Unterschiede zwischen Ost und West.
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BerlinMieter in Deutschland zahlen im Schnitt 2,20 Euro pro Quadratmeter und Monat für Betriebskosten. Etwas mehr als die Hälfte davon (1,24 Euro) machen dabei die Kosten für Heizung und Warmwasser aus, wie der Deutsche Mieterbund (DMB) am Donnerstag in Berlin mitteilte. Der Untersuchung lagen Abrechnungsdaten aus 2011 zugrunde.

Die Energiekosten seien damit auch im Abrechnungsjahr 2011 weiter angestiegen, erklärte der DMB in seinem jährlichen sogenannten Betriebskostenspiegel. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung seien dies inzwischen bereits etwa 1200 Euro im Jahr. Schuld sei die Preisentwicklung bei Öl, Gas und Fernwärme in jenem Zeitraum.

Kämen alle denkbaren Betriebskostenarten zusammen, liege die durchschnittlich zu zahlende „zweite Miete“ in Deutschland inzwischen schon bei bis zu 2,97 Euro je Quadratmeter und Monat. Zwischen Ost und West gebe es kaum noch Unterschiede, erklärte der DMB. Im Schnitt müssten Mieter im Osten 2,18 Euro zahlen, im Westen 2,21 Euro. Insgesamt gebe es aber große regionale Unterschiede. So gebe es bei kommunalen Gebühren, Grundsteuern und Versicherungen erhebliche Schwankungen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Betriebskostenspiegel: Mieter zahlen 2,20 Euro Nebenkosten je Quadratmeter"

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  • @Vermieter,
    auch wenn die Kostenspirale sich weiter nach oben dreht, muss damit gerechnet werden, dass auch die Umsatzsteuer sich weiter nach oben dreht. Der Staat muss doch dann die Kosten übernehmen, die er selbst vorgegeben hat. Die Folge ist, dass durch die hohen Energiesparmaßnahmen der Mieter von seinem Einkommen die Miete nicht mehr bezahlen kann [Parkbank lässt Grüßen], doch auf der Strasse zu leben, lässt die Politik auch nicht zu. Also müssen die Kommunen ihren Kämmerer konkrete Vorgaben machen, wie man die "Wohnungsnot" lindern kann. Da die Kommunen an der Kostenspirale mit schuldig sind, hat nur der ehrliche Mieter die Kosten zu stemmen. Wahrlich ein schizophrenes Erscheinungsbild der "Marktwirtschaft". Das es noch besonnene Vermieter gibt, sind nur wenige Beispiele. Denn mir ist auch ein solides geführtes Wohnungsbauunternehmen bekannt, wo mit den Mietern persönlich kommuniziert wird, wie man die Nebenkosten gegenüber den städtischen Abzockerbetrieben entgegentreten kann.

  • Der Treiber der Meitkosten ist der Staat. Für Neubau nach den neusten Vorschriften sind Kaltmieten ziwschen 8 und 10 Euro notwendig und das Trotz niedriger Zinesne (da sind nicht die aufgrund hoher Grunstückspreise teueren Innenstadtlagen gemeint!!). Die Energieeinsparverordnung erzwingt eine höchst unwirtschaftliche weil hochtechnisierte Bauweise, die sich nie rechnen wird, auch bei steigenden Energiepreisen nicht. Z.B. erfordern Hochdichte Gebäudehüllen eine kontrollierte Be-und -entlüftung, die wiederum Geld kostet, die wiederum Servicekosten nach sich ziehen und auf den Mieter umgelegt werden müssen. Selbst die Solarthermie für Heizungsunterstützung rechnet sich nicht, muss aber sein, falls man nich auf hochunwirtschaftliche andere Techniken wie Erd-Wärmepumpen zurückgreift.

    Hinzu kommen fortlaufend sich erhöhenden Grundsteuern, Wasser und Kanal, Strom dank EEG, Müllgebühren.

    Und dann erfinden unsere lieben Beamten solchen Schwachsinn wie die Pflicht Abwasserrohre regelmäßig auf Dichtigkeit zu kontrollieren, Legionellenprüfung Warmwasser Rauchmelder (jährlicher Funktiontest). Alles natürliche zu dokumentieren. Und das kommt dann auch noch auf die NK drauf.

    Aber immer schön über die Vermieter meckern statt mal die Ökosozialisten aus den Ämtern zu jagen

  • Tja, alle wollen gut und auskommend leben, die Mieter sowieso, die Kommunalbehörden, die Versicherungen, die Energielieferanten, and many more. Das kostet halt und die Inflation macht keinen Halt. Die Parkbank birgt keine wirkliche Alternative und die Schmarotzer drumherum bekommt man nicht fort. Daher, durch und die Gewissheit, daß das Paradies uns früher oder später gewiss ist.
    Meine Mieter loben jedenfalls ihren Vermieter, da er das Machbare macht.

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