Bilanzsumme der Gruppe über 51 Milliarden Euro
Landesbausparkassen steigern Neugeschäft bis Mai deutlich

Die elf Landesbausparkassen haben ihr Neugeschäft in den ersten fünf Monaten um knapp acht Prozent auf mehr als 15 Milliarden Euro gesteigert.

HB BERLIN. Bis zum Jahresende sei erneut mit über 1,5 Millionen neuen Verträgen zu rechnen, sagte LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm in Berlin. 2005 hatten die Bausparfinanzierer der Sparkassen mit knapp 35 Milliarden Euro Neugeschäftsvolumen ihr zweitbestes Ergebnis der Geschichte erzielt.

Damit behaupten die LBS eigenen Angaben zufolge ihre Position als Nummer Eins im Bausparmarkt. Gemessen an der Zahl der neu abgeschlossenen Verträge, haben die Bausparkassen der Sparkassen im abgelaufenen Jahr einen Marktanteil von über 39 Prozent erreicht. Parallel zu der positiven Entwicklung des Spargeldeingangs geben die LBS Impulse für die Erhöhung der Wohnungsbaunachfrage. So sind die Finanzierungszusagen in den ersten fünf Monaten des Jahres 2006 bereits um 7 Prozent gewachsen.

Hamm forderte die Bundesregierung auf, Wohneigentum in die Förderung der privaten Altersvorsorge einzubeziehen. Für viele Bürger sei selbstgenutztes Wohneigentum die sicherste Form der Vorsorge für das Rentenalter, begründete er seine Forderung.

„Die Deutschen setzen bereits in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen am liebsten auf die selbst bewohnte Immobilie, wenn sie nach der geeignetsten Anlageform zur Einkommenssicherung fürs Alter gefragt werden“, zitierte Hamm aktuelle Umfragezahlen von Infratest. „Gerade junge Menschen, die mehr denn je auf eine private Altersvorsorge angewiesen sind, möchten gern auf Wohneigentum bauen. Für sie sind klare Signale der Unterstützung wichtig“, so Hamm.

Die kontinuierliche Ausweitung des Geschäfts hat dazu geführt, dass zum Jahresende 2005 die addierte Bilanzsumme der LBS-Gruppe mit 51,0 Milliarden Euro (plus 4 Prozent) erstmals die Marke von 50 Milliarden übertroffen hat. Die elf Landesbausparkassen führten für ihre 9,2 Millionen Kunden zu diesem Zeitpunkt insgesamt 11,6 Millionen Bausparverträge (minus 1,2 Prozent) über eine Bausparsumme von 245,2 Milliarden Euro (plus 1,5 Prozent).

Das hohe Interesse der Bürger an sicheren Sparformen und der ausgeprägte Wunsch nach Wohneigentumsbildung wird laut Hamm am besten im Vergleich zum letzten „Normaljahr“ 2002 erkennbar (ab 2003 gab es bekanntlich Vorzieheffekte wegen der politischen „Drohung“, die Wohneigentumsförderung abzuschaffen): 2005 lag die Zahl der neuen LBS-Verträge demgegenüber um 13 Prozent höher, bei der Bausparsumme beträgt das Plus 24 Prozent. Im bisherigen Jahresverlauf ist die durchschnittliche Bausparsumme auf über 24.000 Euro gestiegen. „Das liegt bereits 23 Prozent über dem Wert des Vergleichszeitraums 2004 und macht deutlich, wie zielstrebig die neuen Kunden - darunter viele junge Menschen - das Ziel der Schaffung von Wohneigentum angehen“, sagte der LBS-Verbandsdirektor.

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