Bis zu 5000 Euro
Bund will Prämie für Wärmedämmung

Mit staatlichen Zuschüssen will die Bundesregierung Hausbesitzer bewegen, Gebäude energiesparend zu dämmen. Ein Zuschuss in Höhe von mehreren tausend Euro ist in Aussicht gestellt. Ein anderer Ansatz war gescheitert.
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BerlinNach dem Scheitern des Steuerbonus für energetische Gebäudesanierungen will der Bund solche Umbauten im Alleingang bezuschussen: mit bis zu 5000 Euro je Projekt. Im Rahmen des geplanten neuen Förderprogramms der KfW-Bank würden Einzelmaßnahmen wie neue Fenster, Wärmedämmungen oder energiesparende Heizungen mit bis zu zehn Prozent der Baukosten unterstützt. Das geht aus der Vorlage für die Kabinettssitzung am Mittwoch hervor, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

Das Angebot richtet sich an Eigentümer von selbst bewohnten Häusern und Wohnungen. Die Obergrenze beträgt 5000 Euro; bei umfassenden Sanierungen an sogenannten Effizienzhäusern ist ein Zuschuss von maximal 18 750 möglich, wie auch der „Focus“ berichtet.

Das Förderprogramm umfasst wie bereits angekündigt jährlich 300 Millionen Euro und soll acht Jahre laufen. Da es schon ein Programm mit zinsgünstigen KfW-Krediten in Höhe von 1,5 Milliarden Euro gibt, beläuft sich das neue Gesamtvolumen auf 1,8 Milliarden Euro pro Jahr. „Mit dem neuen KfW-Programm sorgen wir dafür, dass die Gebäudesanierung weiteren Schub bekommt“, sagte Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) der dpa. „Das ist ein wichtiger Impuls für die Energiewende.“

Das Zuschussprogramm soll nach den Plänen des Bundes im Januar starten. Beim Kreditprogramm sind einige Änderungen geplant, um Nutzer im Vergleich zu Hausbesitzern, die Zuschüsse erhalten, nicht zu benachteiligen. Ein ursprünglich geplanter milliardenschwerer Steuerrabatt für energiesparende Gebäudesanierungen war am vergangenen Mittwoch im Vermittlungsausschuss von Bund und Ländern wegen eines Streits über die Kostenverteilung beerdigt worden.

Unterdessen drohen laut „Spiegel“ als Folge der Energiewende steigende Ticketpreise im öffentlichen Nahverkehr. Dies gehe aus einem internen Vermerk des Bundeswirtschaftsministeriums hervor, berichtet das Nachrichtenmagazin. Denn von der Zwangsumlage für die höheren Herstellungskosten von Ökostrom sollen nach dem Willen von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) künftig nur noch Unternehmen befreit werden, die im internationalen Wettbewerb stehen - also in der Regel nicht Verkehrsbetriebe. Entsprechend würden die Preise steigen, heißt es demnach in Koalitionskreisen.

Beim Bau von Windparks auf See hofft Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) auf einen spürbaren Schub, nachdem die Risiken für Investoren nun deutlich gemindert wurden. Das politische Ringen um Haftungsregeln etwa beim verspäteten Anschluss neuer Windparks ans Netz oder bei Störungen habe viel Zeit gekostet. „Jetzt aber haben wir einen Kompromiss und damit vernünftige Rahmenbedingungen für neue Investitionen“, sagte Sellering der Deutschen Presse-Agentur. „Wir brauchen die Großanlagen vor unseren Küsten. Sie können nahezu ohne Pause betrieben werden und deshalb zur Sicherung der Grundlast im Stromnetz beitragen.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am Dienstag in Schwerin eine neue Ost-West-Starkstromleitung in Betrieb nehmen. „Die 380-Kilovolt-Leitung ist ein wichtiger Baustein für die Energiewende“, sagte der Kieler Energieminister Robert Habeck (Grüne) der Nachrichtenagentur dpa. Bisher hätten die Netze in Ost- und Westdeutschland praktisch getrennt voneinander funktioniert.

 
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bis zu 5000 Euro: Bund will Prämie für Wärmedämmung"

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  • Schaut euch doch mal in der Mediathek vom NDR die 2 Beiträge mit dem Titel "Wahnsinn Wärmedämmung" im Rahmen der Reihe "45 Minuten" an. Absolut sehenswert!
    Es gibt eben durchaus auch andere Alternativen wie im Beitrag von Ronny angedeutet.
    Und warum wir steuersubventioniert unsere Umwelt vergiften durch die aus den Kunststoffdämmungen bzw. den darauf angebrachten Putzen ausgewaschenen Pilzhemmer - schlimmer geht nimmer, sollte man meinen!

  • Für einen Aussenstehenden ist dies sehr erfrischend, den Deutschen Steuerzahler sollte dies wütend machen.

    Gemäss der Oekoreligion als Staatsreligion soll die Temperatur auf der Erde mit der Verbrennung fossiler Brennstoffe rasant ansteigen und zu einer Klimahölle führen. Da der Verbrauch fossiler Brennstoffe weltweit stark zunimmt sollten die Temperaturen ansteigen und der Heizbedarf eigentlich stark zurückgehen.

    Die Regierung will den CO2 Ausstoss durch das Heizen vermindern und schreibt für Neubauten und Sanierungen eine Gebäudeisolation vor die einem Gebäude am Polarkreis angemessen ist.

    Da eine solche Isolierung für Bestandsgebäude völlig unwirtschaftlich ist, werden enorme Subventionen (zu Lasten der Steuerzahler) verteilt.

    Daneben haben alle Bauherren neuer Gebäude diese Kosten einer völlig sinnlosen Isolierung.

    Mieter werden über die Mieten mit den Kosten dieser destruktiven Katastrophenreligion belastet.

    Vandale

  • Zuerst sollte man die Wärmedämmverordnung, die damals von ROT/GRÜN physikalisch irre schlecht gemacht wurde und nur der Dämmlobby zu zusätzlichen Gewinnen verholfen hatte wobei vorhandene physikalische Gutachten, z.B. von Fraunhofer Gesellschaften, diversen Instituten schlichtweg ignoriert wurden. Also erstmal diesen Mist korrigieren und dann fördern,schlage ich vor!
    Heute holt man sie plötzlich wieder aus der Schublade, schüttelt den Staub ab und sagt: Ohhh, wo waren diese Dinger denn damals, dass haben wir damals aber nicht gewusst. Negative Wirkungen von Dampfsperren, Wärmespeicherspeicherfähigkeit von massiven Wänden, der sogenannte K-Wert (Wärmeverlust von einem qm Wand pro Stunde) ist isoliert betrachtet unbrauchbar um den Energieverlust eines Hauses zu betrachten, ja soetwas hat uns damals aber keiner gezeigt.
    Statt gesundem Wohnen, haben Hausbesitzer und Mieter nun 1000-fach mit, durch nicht abgeführte Luftfeuchtigleit, zusammenfallenden Isoliermaterialien in den Wänden zu kämpfen und mit Schimmelpilzen. Aufgrund der vielen verwachsenen Strukturen in einer Wohnung, kann man mit Lüften allein die Feuchtigkeit nicht nach außen führen, wenn aus Gebäuden mithilfe von Dampfsperren ein Schwitzkasten gemacht wurde, was nebenbei gesagt, in 2/3 des Jahres viel Energie durch das Lüften kostet. Also, schaut auf die Gutachten, denkt an die Funktion von Gas- und Feuchtigkeitsaustausch von dampfoffenen Wänden (Z.B. massives Mauerwerke, Poroton, Unipor) und Wärmespeicherfähigkeit von massiven Baumaterial.

    Na Toll, so kann ich auf Grün gern verzichten und das sagt jemandg mit viel Engagement für die Umwelt.
    Schmeißt die Lobbyisten aus den Vorzimmern raus und studiert bei der nächsten und hoffentlich baldigen Änderung der Wärmedämmverordnung die seit Jahrzehnten vorliegenden physikalischen Erkenntnisse!

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