Blick über Tellerrand
Gebäudeservice bringt Baufirmen mehr Umsatz

Unternehmen, die Facility-Management-Leistungen anbieten, müssen umdenken. Der Konkurrenzdruck wird stärker.

HB DUISBURG. Die meisten Facility-Management-Unternehmen blicken auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Es gibt Aufzugbauer, Reinigungsunternehmen, Hausverwalter oder Sicherheitsfirmen, die durch Zukäufe, internes Wachstum oder Fusionen zu Facility-Management-Anbietern geworden sind. Auch sind etliche deutsche Großkonzerne sowie Bundesunternehmen in den vergangenen zehn Jahren in das Gebäudemanagement-Geschäft eingestiegen. Aus der bunten Historie der Anbieter ergibt sich ein großer Interessenkonflikt. Bis heute erwirtschaften beispielsweise die Hoechst-Tochter Infraserv, die Bahn-Tochter DB Services oder die Telekom-Tochter Dete-Immobilien einen Großteil ihres Umsatzes durch Leistungen, die sie innerhalb des Konzerns erbringen.

"Die Konzerne denken aber um", sagt Elke Kuhlmann, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Facility Management (Gefma). In der Gefma sind die Gebäudemanager zusammengeschlossen. Zum einen würden immer weniger Aufträge direkt vergeben. "Es gibt mehr Ausschreibungen. Das erhöht den Wettbewerb und ist somit gut für die Qualität", sagt Kuhlmann. Im Ringen um neue Aufträge müssten sich inzwischen auch die Töchter großer Konzerne immer häufiger gegen echte Konkurrenz behaupten. Zudem hätten sich zahlreiche Facility-Management-Anbieter, die bisher nur ihre Muttergesellschaften bedient haben, den Ausbau des Fremdgeschäfts auf die Fahnen geschrieben.

"Wir wollen unser Engagement für externe Unternehmen stärken und unser Know-how am Markt anbieten", sagt zum Beispiel Günter Heidorn vom Key Account Management der Dete-Immobilien. Die Telekom-Tochter mit 6 650 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 878 Mio. Euro (2004) sicherte sich Anfang des Jahres einen Großauftrag. Sie übernahm das komplette Gebäudemanagement für zwei Immobilienpakete der Deutschen Immobilien Chancen AG (DIC). Eines der Pakete hat DIC im Dezember von der Meag, dem Vermögensmanager der Münchener Rückversicherung übernommen. Es umfasst 45 Liegenschaften mit insgesamt 154 000 Quadratmetern Nutzfläche. Nach Angaben einer Sprecherin von Dete-Immobilien schließt der Auftrag für acht der 45 Gebäude auch Facility-Management-Leistungen ein.

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