Boom in Spanien
Häuserpreise steigen so stark wie vor der Krise

Da werden Erinnerungen an die Immobilienkrise wach: Die Häuserpreise in Spanien ziehen so stark an wie seit 2008 nicht mehr. Vor allem Metropolen wie Barcelona und Madrid sind betroffen.

MadridDie Häuserpreise in Spanien ziehen so stark an wie seit mehr als acht Jahren nicht mehr. Sie legten im ersten Quartal zum Vorjahreszeitraum um 6,3 Prozent zu, wie das Nationale Statistikamt am Donnerstag mitteilte. Nach einem jahrelangen Bauboom war Anfang 2008 in dem südeuropäischen Land eine Immobilienblase geplatzt. Danach stürzte Spanien in eine tiefe Wirtschaftskrise, die erst gegen Mitte dieses Jahrzehnts überwunden wurde. Die Erholung am Immobilienmarkt erreicht nun mit Preissteigerungsraten auf Vorkrisenniveau einen vorläufigen Höhepunkt: Neue Häuser verteuerten sich um 6,1 Prozent und bestehende Wohngebäude sogar um 6,4 Prozent.

Insbesondere in Metropolen wie Madrid und Barcelona sind die eigenen vier Wände wieder verstärkt gefragt. Die Finanzierung wird durch die Null-Zins-Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) erleichtert. Der künftige Kurs der Wirtschaftspolitik in Madrid ist allerdings unklar, weil nach der Wahl im Dezember keine Regierungsbildung gelang und deshalb am 26. Juni Neuwahlen anstehen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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