Brandenburg: Mit vereinten Kräften die Innenstädte stärken

Brandenburg
Mit vereinten Kräften die Innenstädte stärken

Das Land Brandenburg konzentriert seine Förderung auf die Stadtzentren. Eigenheimkäufer aber ziehen lieber ins Grüne.

HB BERLIN. Mehr als zwei Milliarden Euro Fördermittel flossen seit 1991 in die Entwicklung brandenburgischer Städte und Gemeinden. Und das ist nicht zu übersehen: Wo vor Jahren noch halb verfallene Baudenkmale ein tristes Dasein führten, strahlen heute vielerorts sanierte Bürgerhäuser um die Wette. „Der bauliche Revitalisierungsgrad ist sehr weit fortgeschritten“, bestätigt Rainer Baatz, Geschäftsführer der Stadtkontor Gesellschaft für behutsame Stadtentwicklung mbH in Potsdam. Die Gesellschaft betreut das Innenstadtforum Brandenburg, in dem sich rund 25 märkische Städte und Innenstadtakteure zusammengeschlossen haben.

Doch die schmuck wiederhergestellten Innenstädte sind oft fast menschenleer. „Pulsierendes Leben und neue Nutzungen in die Innenstädte zu bekommen – das wird die große Aufgabe der Stadtentwicklung in den nächsten Jahren werden“, heißt es deshalb auch beim Innenstadtforum. Ein City- oder Geschäftsstraßenmanagement soll Stadtfeste und andere Events organisieren und den Auftritt nach außen vereinheitlichen. Außerdem, so ein Wunsch, könnten Investitionshilfen Einzelhändlern und kleinen Gewerbetreibenden bei der Herrichtung von Ladenflächen helfen.

Bei den politisch Verantwortlichen finden die Anregungen der Innenstadtakteure durchaus Zustimmung. „Unser Ziel“, sagt Infrastrukturminister Frank Szymanski (SPD), „bleibt es, die Städte lebenswert zu erhalten und vor allem die Innenstädte zu stärken“. Diese Konzentration auf die Stadtzentren reiht sich ein in eine neue Förderstrategie, die das Kabinett nach kontroverser Debatte Ende 2005 beschloss: Demnach will das Land wegkommen von der lange praktizierten Gießkannenförderung und unter dem Motto „Stärken stärken“ künftig nur noch Wachstumskerne und Branchenkompetenzfelder unterstützen. Dabei geht es um viel Geld: Allein im vergangenen Jahr flossen aus diversen Fördertöpfen rund 100 Millionen Euro in die brandenburgischen Innenstädte. Nach einer Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) löst jeder Euro Städtebauförderung 1,40 Euro an weiteren öffentlichen Mitteln und 6,30 Euro an privaten Investitionen aus.

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