Bremer Space Park
Ende der Odyssee im Weltraum

Der Bremer Space Park wurde nach monatelangen Verhandlungen verkauft, die teure Odyssee im Weltraum könnte sich damit endlich ihrem Ende nähern. Oder auch nicht.

BREMEN. In der vergangenen Woche konnte der Bremer Senat endlich einen Erfolg vermelden: Der Space Park wurde nach monatelangen Verhandlungen verkauft, die teure Odyssee im Weltraum könnte sich damit endlich ihrem Ende nähern.

Oder auch nicht. Denn bislang besteht zur Freude wenig Hoffnung. Bekannt geworden ist gerade einmal der Name des Investors, Cardinal Asset Management. Über den Kaufpreis und die weiteren Pläne bewahren alle Beteiligten noch immer Stillschweigen. Aus Sicht der Briten ist das verständlich, denn Cardinal Asset Management ist ein Hedge- Fonds-Manager, und die sind schließlich nicht gerade bekannt dafür, Details ihrer Deals hinauszuposaunen.

„Was die konkret vorhaben und planen, wissen wir noch nicht“, sagt allerdings der Bremer Senatssprecher Klaus Schloesser. Eine Aussage, die nicht gerade dafür spricht, dass der Verkäufer bei dem Deal allzu viel zu sagen hatte. Passen würde das zu der unendlichen Geschichte von Pleiten, Pech und Pannen, die den Space Park seit seiner Planung begleiten. Dabei hatte die ursprüngliche Idee durchaus Charme.

Ausgerechnet auf einem alten ausgedienten Werftgelände wollte die Hansestadt Bremen den Schritt aus der Vergangenheit in die Zukunft wagen, vom Frachtschiff in die Raumfähre sozusagen. Der Space Park sollte nicht nur Bremens größtes Tourismus-Projekt, sondern zugleich auch der größte Indoor-Erlebnispark Europas werden: Mehr als 40 000 Quadratmeter Einkaufsfläche und 20 000 Quadratmeter Raumfahrt-Freizeitcenter sollten die Besucher in Scharen anlocken. Im Dezember 2003 öffnete der Space Park seine Pforten, und die Erwartungen waren hoch. 1,3 Millionen Besucher prognostizierten die Betreiber pro Jahr.

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