Immobilien
Bürogebäude werfen höhere Renditen ab

Die Nachricht klingt gut: 569 Mill. Euro Anlegergelder seien in den ersten sechs Monaten 2004 in den Großraum Frankfurt am Main geflossen, acht Prozent mehr als im ersten Halbjahr des Vorjahres, meldet das Immobilienberatungsunternehmen Atis Real Müller.

wik DÜSSELDORF.Weniger gut klingt, was die Marktbeobachter bei Jones Lang Lasalle (JLL), die nur den Frankfurter Kernmarkt betrachten, feststellen: Das Transaktionsvolumen habe gerade einmal 230 Mill. Euro betragen. Aus ihrer Sicht haben sich die Immobilieninvestitionen gegenüber dem Vorjahr glatt halbiert.

Institutionelle Investoren, die am Standort Frankfurt traditionell einen große Rolle spielen, sind vorsichtig geworden. Der hohe Leerstand animiert nicht zum Kauf von Büroimmobilien, entsprechend prüfen Fondsgesellschaften und Pensionskassen auch am Main öfter Investments in Einzelhandelsobjekte und Entwicklungsgrundstücke. Anders private Anleger: „Sie nutzten im ersten Halbjahr die für sie günstigen Investitionsmöglichkeiten“, beobachtet Patric Fiegle, Mitglied der Geschäftsleitung von Atis Real Müller. Offene Immobilienfonds, die 2003 noch 40 Prozent der Anleger stellten, stellten in den ersten sechs Monaten dieses Jahres gerade einmal zehn Prozent der Investoren.

Deshalb ist vor allem im kleineren und mittleren Kaufpreissegment die Nachfrage lebhaft. Während 2003 mehr als 92 Prozent des Gesamtumsatzes auf Kaufpreise ab 25 Mill. Euro entfielen, lag ihr Anteil zwischen Januar und Juni 2004 nur noch bei rund 68 Prozent. Die geringer gewordene Nachfrage der institutionellen Investoren, die ihr Glück eher im Ausland suchen, wirke sich auch auf die Kaufpreise aus, sagt Atis-Investmentspezialist Fiegle. Die Preise sind nun niedriger, so dass sich die Renditen im ersten Halbjahr 2004 auch am Main leicht nach oben bewegten. JLL beobachtet Spitzenwerte für Top-Objekte zwischen fünf und 5,75 Prozent. Die Renditen könnten im Verlauf des Jahres aber noch um ein Viertel Prozentpunkt steigen – und sich so weiter den europäischen Vergleichswerten annähern.

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