Büroimmobilienmärkte
Experten erwarten Trendwende

Zur Jahresmitte präsentieren sich die Büroimmobilienmärkte in den wichtigsten deutschen Großstädten nur verhalten positiv. Experten erwarten aber eine Erholung bei der Vermietung deutscher Büroimmobilien.

DÜSSELDORF. Nach den weitgehend übereinstimmenden Analysen der vier großen Immobilienberatungsunternehmen Atisreal, Colliers Property Partners (CPP), DIP Deutsche Immobilien-Partner und Jones Lang Lasalle (JLL) wurden an den fünf Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg und München rund 980 000 Quadratmeter (qm) Bürofläche neu vermietet, rund 16 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Dennoch zeigen sich die Marktbeobachter optimistisch: „Auch wenn unterm Strich im ersten Halbjahr weniger vermietet worden ist, scheint sich doch so etwas wie eine positive Trendwende auf dem deutschen Büromarkt abzuzeichnen“, sagt etwa Renate Kölbel, geschäftsführende CPP-Gesellschafterin, und verweist auf die guten Vermietungsergebnisse in München und Düsseldorf. In beiden Städten wurden zwischen Januar und Juni 2006 deutlich mehr Flächen nachgefragt als noch im ersten Halbjahr 2005.

Auch die Bankenstadt Frankfurt steht offenbar besser da, als die vorläufige Bilanz befürchten lässt. „Da einige umfangreiche Verträge unmittelbar vor dem Abschluss stehen, wird sich die Situation schon bis Ende Juli geändert haben“, sagt Oliver Barth, Leiter Bürovermietung bei Atisreal in Frankfurt. Dies gelte im Übrigen auch für alle anderen Standorte, heißt es bei JLL, für das Gesamtjahr rechnet der internationale Immobilienberater daher mit einem gegenüber 2005 noch verbesserten Vermietungsergebnis.

Der Optimismus aller Beobachter gründet sich dabei zum einen auf die insgesamt erfreulichen konjunkturellen Fundamentaldaten mit einem prognostizierten Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent. Zum anderen werde sich das Angebot an Neubauflächen in der zweiten Jahreshälfte weiter verringern, sagt Atisreal-Geschäftsführer Piotr Bienkowski. Robert Menke, Leiter des Bereichs Bürovermietung bei Cushman & Wakefield in Frankfurt, beobachtet gar eine Angebotsverknappung in bestimmten Lagen der Mainmetropole: „Die Nachfrage konzentriert sich auf Top-Flächen im Bankenviertel, Westend und City. Und hier werden genau diese Flächen jetzt knapp.“ Niemand indes erwartet, dass sich die heute in großer Zahl leer stehenden Büros in durchschnittlichen Lagen und mit durchschnittlicher Ausstattung rasch füllen werden. Vor 2007 sei nicht mit einem beschleunigten Abbau zu rechnen, sagt Bienkowski.

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