Büroimmobilienmarkt
Frankfurter Top-Lagen sind gefragt

Noch ist die Finanzkrise auf dem Büroimmobilienmarkt nicht angekommen: Am Ende des ersten Quartals 2008 standen in Deutschlands Metropolen weniger Büros leer und für Top-Lagen wurden höhere Mieten gezahlt als vor einem Jahr. Was für Berlin, Düsseldorf , Hamburg und München richtig ist, gilt für Frankfurt mit einer Fußnote.

DÜSSELDORF. Die Fußnote heißt: Wird ohne das Angebot an Untervermietungen gerechnet, wie Immobiliendienstleister CB Richard Ellis (CBRE) dies tut, dann ist der Leerstand in der Mainmetropole am Ende des ersten Quartals 2008 im Vorjahresvergleich um 0,2 Prozentpunkte auf 10,8 Prozent gestiegen. Wettbewerber Jones Lang Lasalle (JLL), der Untervermietungen einrechnet, meldet eine Quote von 12,9 gegenüber 15,2 Prozent.

Beide Dienstleister beziehen den Konkurrenzmarkt in der Nachbargemeinde Eschborn in ihre Betrachtung ein. Selbst auf Basis der zwangsläufig höheren JLL-Leerstandsquoten weist außer Frankfurt nur noch Düsseldorf eine zweistellige Leerstandsquote (10,7 Prozent) unter den größten fünf Büroimmobilienstandorten aus. Dazu zählen auch Berlin, München und Hamburg.

Die höchsten Mieten in Deutschland werden unverändert in Frankfurt gezahlt, wo laut JLL in der Spitze 37 (Vorjahr: 35) Euro Monatsmiete für den Quadratmeter (qm) fällig sind. Am unteren Ende rangiert Berlin mit 21 (20,40) Euro/qm.

Der Standort Frankfurt ist am anfälligsten, wenn sich die Krise der Banken fortsetzt. "Bis heute hat die Finanzkrise noch zu keinem Nachfrageeinbruch geführt", sagt Carsten Ape von CBRE in Frankfurt. Andererseits begrenzt das geringe Volumen an Fertigstellungen ohne Vorvermietung die Gefahr steigenden Leerstands. In den kommenden zwölf Monaten kommen Ape zufolge in Frankfurt 78 000 qm spekulativ errichteter Büroraum an den 11,7 Mill. qm großen Markt.

Auf dem Investmentmarkt trat im ersten Quartal der erwartete Einbruch trotz zweier Transaktionen im Milliardenbereich ein. Atisreal meldet ein im Vorjahresvergleich um 29 Prozent niedrigeres Transaktionsvolumen von 8,6 Mrd. Euro. Arcandor hatte sich für 4,6 Mrd. Euro von Teilen an der Immobiliengesellschaft Highstreet getrennt. Die Deutsche Post verkauft Immobilien für eine Mrd. Euro. rrl

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