Büromieten steigen erst am Jahresende - Weniger Neubauten lösen das Leerstandsproblem noch nicht
Immobilienmarkt tut sich noch schwer

Ohnehin stehen in keiner der Top-Städte mehr Büros leer als in der Bankenmetropole. Doch noch viel schlechter sieht es im Osten aus, wie das Beispiel Leipzig zeigt: Es seien rund 20 Prozent weniger Fläche neuvermietet worden als im Vorjahr, stellt Atis fest. „Verantwortlich dafür war in erster Linie das erneute Fehlen von Großvermietungen“, sagt Stefan Sachse, Atis-Niederlassungsleiter in Leipzig. Obwohl der Leerstand dort zurück ging, steht immer noch ein Fünftel der Büroflächen leer.

Die Konsequenz aus den Leerständen dort wie anderswo bringt Tanja Severin, Geschäftsführerin der Immobilienberatung DTZ Zadelhoff Tie Leung, auf den Punkt: „Die Mieter bleiben in diesem Jahr die Könige am Büromarkt.“ Anmietungen würden in der Regel dann erfolgen, wenn Unternehmen bedingt durch Arbeitsplatzabbau auf kleinere Büroflächen zurückgriffen. Nur in Ausnahmefällen würde damit Flächenangebot abgebaut, sagt Severin. Peter Rösler, Vorsitzender der Geschäftsführer von Atis, sieht dies ähnlich: „Von einem spürbaren Abbau des Flächenangebots gehen wir erst im Jahr 2005 aus.“

Der Immobilienmarkt hängt von der allgemeinen Konjunkturentwicklung ab. Ohne Aufschwung wird es keine höhere Beschäftigtenzahlen, also auch – zeitverzögert – keinen zusätzlichen Bedarf an Büroraum geben. Für die Vermieter wird sich fortsetzen, was Tanja Severin bereits 2003 beobachtete: „Je nach Mieter, Flächengröße und Mietdauer wurden von den Eigentümern mietfreie Zeiten zwischen drei und zwölf Monaten gewährt. Die Bandbreite der Anreize reicht von Bargeld über die Übernahme der Kosten für Altmietverträge oder den Umzug bis zur Übernahme der Kosten für den Flächenausbau.“

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