Business Location Center bietet Berlin-Informationen
Virtueller Lotse für Investoren und Firmen

Es trägt einen englischen Namen und ist doch ein „Berliner Kindl“: Das Business Location Center (BLC) „ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal für die Stadt“, lobt Leiterin Karin Teichmann das Projekt. Das 2001 aus der Taufe gehobene, gemeinsam von der Wirtschaftsförderung Berlin, dem Berliner Senat und der Privatwirtschaft finanzierte Internetportal ist in dieser Form einzigartig in Europa.

HB BERLIN. Online bietet es Unternehmen eine Vielzahl wirtschaftsrelevanter Informationen zum Standort Berlin. Ob Kaufkraftkennziffer oder das Angebot an öffentlichen Fördermitteln, ob Anzahl der Universitäten, das Angebot an internationalen Schulen oder Daten zur TelekommunikationsInfrastruktur oder zum Arbeitskräftepotenzial: auf insgesamt 3 000 Webseiten sind die entsprechenden Antworten gebündelt zu finden.

Etwa 40. 000 Besucher, von denen jeder durchschnittlich 40 Seiten anklickt, finden pro Monat den Weg auf die Internetseiten des BLC, sagt Projektleiterin Teichmann. 20 Prozent von ihnen nutzen die 2002 in Betrieb genommene Gewerbeimmobiliendatenbank. Aktuell bieten hier 350 Eigentümer oder Vermittler Büro-, Labor- oder Produktionsflächen in insgesamt 1. 200 Gebäuden an. „Anders als auf den übrigen Seiten ist hierfür allerdings eine Registrierung erforderlich“, erläutert BLC-Leiterin Teichmann.

Auch Birgit Ludewigs, Bereichsleiterin Flächenmanagement bei der Wirtschaftsförderung Berlin, will auf die Online-Immobiliendatenbank nicht mehr verzichten. „Unsere Kunden schätzen sehr, dass sie weltweit Zugriff auf das aktuelle Flächenangebot in der Stadt haben.“ Andererseits sei für Projektentwickler und Vermarkter aber ebenso wichtig, dass auf Wunsch bestimmte Objekte nur intern zugänglich gemacht würden. Vertraulichkeit und eine gewisse Exklusivität in der Vermarktung sei bei manchen Objekten eben durchaus gefragt. „Von den 1. 200 Objekten sind etwa 250 nicht online, sondern nur über den Kontakt zur Wirtschaftsförderung zu finden“, beziffert Ludewigs das Verhältnis von externem zu internem Angebot.

Noch in anderer Hinsicht ist das BLC mehr als nur virtuelle Realität. Ein eigens eingerichteter Showroom im Ludwig-Erhard-Gebäude nämlich, Sitz der Berliner Wirtschaftsförderung, bietet die Möglichkeit, Interessenten zu Verhandlungen oder zur Präsentation maßgeschneiderter Angebote zu empfangen. Auf einem Großbildschirm können Besucher nicht nur spontan weitere Informationen abrufen. Besonderes Highlight des multimedialen Konferenzraums ist die Möglichkeit zum virtuellen Rundflug durch ein dreidimensionales Stadtmodell.

Finanziert wird das BLC je zur Hälfte durch das Land Berlin und durch private Partner. „Es ist ein echtes Modell einer Public Private Partnership“, sagt Katrin Teichmann. Neben den beiden Sponsoren Dussmann und Gillette, die sich mit einem Einmal-Beitrag an der Finanzierung des BLC beteiligten, entrichten die übrigen Partner Jahresbeiträge zwischen 10. 000 und 20. 000 Euro – und sichern so den Jahresetat von derzeit vier Millionen Euro.

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