Corporate Real Estate Management
"Eine Erfindung aus den USA"

Ingo Beenen ist Head of Corporate Solutions bei Jones Lang Lasalle in Düsseldorf. Das Interview führte Anne Wiktorin.

Corporate Real Estate Management ist ein Schlagwort in der deutschen Immobilienwirtschaft. Was steckt dahinter?

CREM ist eine Erfindung aus den USA, die in Deutschland aufgegriffen wurde. Im Kern geht es um die effiziente Steuerung aller betriebsnotwendigen und nicht betriebsnotwendigen Unternehmensimmobilien.

Was ist das Neue an diesem Ansatz?

Die Anfänge des CREM gehen bis in die 1970er und 1980er Jahre zurück. Doch während Immobilienmanagement hier zu Lande nach wie vor häufig als operatives Geschäft im engeren Sinne verstanden wird, also Bauvorhaben koordinieren, Mietverträge aushandeln, Gebäude instandhalten, verfolgt man international einen eher strategischen Ansatz. Bei der Expansionsplanung, in Fragen der Kostenoptimierung oder Personalentwicklung - Bereiche, die direkt oder indirekt das Thema "Immobilie" berühren - werden die Verantwortlichen in US-Unternehmen von Beginn an in die Entscheidungsprozesse einbezogen. Das heißt: Immobilienmanagement wird dort deutlich aktiver betrieben.

Warum geschieht dies nicht in deutschen Unternehmen?

Zum einen sicher deshalb, weil die immobilienbezogenen Kosten in Unternehmen immer noch weitgehend intransparent sind. Nur was man messen kann, lässt sich auch managen. Deshalb geht es zunächst darum, immobilienbezogene Kosten zu quantifizieren, erst dann kann das Einsparpotenzial definiert werden. Nach unserer Erfahrung liegt dies aber immer im Bereich von 25 bis 30 Prozent.

Gibt es Branchen, die weiter sind als andere?

Nach unserem Eindruck ist die IT-Branche am professionellsten aufgestellt. Im Mittelstand hingegen sind wir von professionellem CREM noch meilenweit entfernt.

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