Das Einkaufserlebnis ist überall gleich
Shoppingcenter erobern Osteuropa

Einzelhandelsketten übertragen ihre westeuropäischen Konzepte für Shoppingcenter Zug um Zug nach Ost- und Südosteuropa. Dort erobern sie damit die Märkte. Das Einkaufserlebnis gleicht sich damit überall an.

HB FRANKFURT/DÜSSELDORF. Begleitet werden die Einzelhandelsketten von Immobilienprojektentwicklern, die ihnen dort bauen, was in Deutschland in jeder großen und mittelgroßen Stadt bereits steht: innerstädtische Shoppingcenter. Finanziert werden die Projekte von großen institutionellen Investoren, geht aus einer Studie des Immobilienfondsanbieters Degi hervor. Dreht sich das Geschäft der Investoren in den neuen EU-Ländern und deren Anrainerstaaten primär um Neubauten, wird in Deutschland vielfach in alten Bestand investiert, der aufgewertet werden soll (siehe Tabelle).

„Der Einzelhandelsmarkt ist absolut international geworden“, stimmt Rüdiger Hampe, Handelsimmobilien-Spezialist bei der BBE Unternehmensberatung, den Beobachtern der Degi zu. An Ketten wie etwa Douglas, dem schwedischen Textilfilialisten H&M und seinem spanischen Pendant Zara lässt sich der Weg nach Osten stellvertretend für andere verfolgen.

Die Parfümerie-Kette Douglas, 1969 in Deutschland gestartet, beschränkte sich in den 1980er- und 1990er-Jahren auf Westeuropa und wagte im Jahr 2001 den ersten Schritt nach Osten mit einem Geschäft in Polen. Läden in weiteren zentraleuropäischen Ländern und Russland folgten. 2006 stieg Douglas in der Türkei ein. Die Inditex-Tochter Zara eroberte erst den Heimatmarkt Spanien, kam 1999 nach Deutschland und ist inzwischen auf vier Kontinenten vertreten. Kein Wunder, dass die osteuropäischen Märkte lückenlos abgedeckt sind. Da kommt nicht einmal H&M mit, wiewohl Polen, Tschechen und Ungarn die Schweden längst kennen.

Die Ketten lockt das zu erwartende Wachstum der Konsumausgaben. „Vor allem die Einzelhandelsmärkte in Ost- und Südosteuropa besitzen einen enormen Nachholbedarf und ein hohes Wachstumspotenzial auf Grund ihrer volkswirtschaftlichen Entwicklung“, sagt Thomas Beyerle, Leiter von Degi-Research. Die Degi zählt neben der Slowakei, Tschechien und Ungarn vor allem Russland, die Ukraine sowie die Türkei zu den attraktivsten Standorten.

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