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19.11.2007 
Grundwert-Fonds

Degi positioniert Grundwert-Fonds durch Paketverkauf neu

Der Grundwert-Fonds der Degi Deutsche Gesellschaft für Immobilienfonds hat zwölf deutsche Gebäude für 600 Mill. Euro an einen Fonds der US-Anlagegesellschaft Oaktree Capital Management und den Co-Investor Colonia Real Estate (CRE) verkauft. Damit ist der Wandel des Grundwert-Fonds vom Deutschland- zum Europa-Investor abgeschlossen.

HB DÜSSELDORF. CRE ist eine börsennotierte deutsche Immobilien-AG. Der radikale Umbau in Zahlen: Ende 2006 hatten deutsche Liegenschaften einen Anteil am Immobilienvermögen von 85 Prozent. Ende September 2007, nachdem der Goldman-Sachs-Fonds Whitehall den Kaufpreis von 2,43 Mrd. Euro für das aus dem Fonds verkaufte sogenannte „Spring-Portfolio“ überwiesen hatte, betrug er noch 59 Prozent. Sobald das „Homer“ getaufte Portfolio an Oaktree/CRE übergegangen ist, wird er nur noch 39 Prozent betragen. Bis zum Jahresende wird dann der Deutschland-Anteil wegen weiterer Zukäufe im Ausland die Zielgröße von 30 Prozent bei einem Volumen von 1,6 Mrd. bis 1,7 Mrd. Euro erreicht haben. Folgerichtig heißt der Fonds auch ab dem Jahreswechsel Degi Europa. „Wir werden das Volumen des Fonds nicht kurzfristig nach oben pushen“, kündigte Degi-Chefin Bärbel Schomberg an. Sie schätzt, das Volumen des Degi Europa Ende 2008 auf knapp zwei Mrd. Euro.

Anders als bei dem im September durch Kaufpreiszahlung endgültig abgeschlossenen Verkauf des sogenannten „Spring“-Pakets für 2,43 Mrd. Euro an Whitehall veräußerte die Degi diesmal zum Verkehrswert. Der Deal wird den Anlegern keinen höheren Anteilspreis bescheren. Schomberg versicherte aber auch, dass das Portfolio nicht durch außerplanmäßige Abwertungen gegenüber den im Rechenschaftsbericht genannten Verkehrswerten für den Verkauf schön gemacht wurde.

Christian Ulbrich, Deutschland-Chef des Immobiliendienstleisters Jones Lang Lasalle, berichtete kürzlich, dass Verkäufer Zugeständnisse von bis zu 20 Prozent auf ihre Preisvorstellungen machen müssen, die sie vor der Kreditkrise hatten.

Der 600-Mill.-Euro-Deal verblüfft, sagen doch Branchenexperten, dass die Kreditkrise zurzeit Transaktionen von mehr als 300 Mill. Euro unmöglich macht. In den vergangenen Wochen platzten mehrere Geschäfte, weil Käufern die Finanzierung wegbrach. Die Branche wird nun beobachten, ob die Degi-Transaktion glatt über die Bühne geht, woran Degi-Chefin Schomberg „keinerlei Zweifel“ hat.

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