Degi Research
Immobilienmarkt zieht wieder an

Mit dem deutschen Immobilienmarkt geht es bergauf. Das Ausland investiert wieder in Deutschland und die Immobilienpreise ziehen an. Trotzdem stehen kämpfen viele Städte mit leer stehenden Büroimmobilien. Zu den wenigen Gewinnern zählt eine Stadt im Osten.

BERLIN. Der Büromarkt erlebte 2006 einen ersten Anstieg nach der Talsohle. Das Vermarktungsvolumen brachte eine Steigerung von 17 Prozent und liegt bei knapp 3,2 Millionen Quadratmeter Fläche. Das zeigt der aktuelle Marktreport 2007 von Degi (Deutsche Gesellschaft für Immobilienfonds). Die größten Vermietungsumsätze erzielten 2006 München, Berlin und Frankfurt. Mit 620 000 Quadratmeter vermieteter oder verkaufter Fläche hat Berlin wieder an die Spitze der Bürozentren angeschlossen. Knapp davor liegt München mit 654 000 Quadratmeter. Die größte Steigerung des Flächenumsatzes darf Köln mit 36,7 Prozent für sich verbuchen.

Frankfurt ist ein Sonderfall. Hier wurde mit 520 000 Quadratmeter zwar ein beachtlicher Flächenumsatz erzielt und mit 32,50 Euro die höchsten Spitzenmieten für Büroflächen bezahlt. Gleichzeitig ist die Leerstandsrate mit 16,7 Prozent aber relativ hoch. Leipzig hingegen hat mit einem Minus von acht Prozent den größten Rückgang der Leerstände in ganz Deutschland erreicht.

Während die Makler in den Vorjahren noch mit Flächentausch beschäftigt waren, stand das vergangene Jahr bereits wieder im Zeichen der Expansion. Eine leichte Abnahme der Leerstandsraten in Investmentzentren war die Folge. Dr. Thomas Beyerle, Leiter Research und Strategie der Degi: „Leerstand bleibt bei Büroimmobilien aber ein Thema. Mit einer Vollvermietung aller Flächen ist auf Dauer nicht zu rechnen, da rund ein Drittel der leer stehenden Flächen nicht mehr marktgängig sind.“

Das Jahr 2006 war am deutschen Gewerbeimmobilienmarkt ein Rekordjahr. Glaubt man den Prognosen von Degi Research, so wird es dieses Jahr im gleichen Tempo weitergehen. Durch die stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sinkende Arbeitslosigkeit sowie den im internationalen Vergleich niedrigen Zinssatz wird Deutschland auch 2007 ein interessanter Markt für ausländische Immobilieninvestoren bleiben.

Im Jahr 2006 stiegen die Investitionen in gewerblich genutzte Immobilien, zum Beispiel Kaufhäuser, Büros, Lagerflächen oder Einkaufszentren, mit einem Volumen von 46,1 Milliarden Euro um zwölf Prozent an. Die Analysten der Degi rechnen für 2007 mit einer weiteren Zunahme des Investitionsvolumens um rund 15 Prozent.

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