Derzeit noch günstiges Zinsniveau
Experten erwarten steigende Bauzinsen

Rund zehn Jahre nach dem Immobilienboom in der ersten Hälfte der 90er-Jahre stehen viele Baufinanzierungen zur Verlängerung an. Wer sich 1994 auf zehn Jahre festgelegt hatte, hat wohl kaum damit gerechnet, dass er bei Auslaufen der Zinsbindungsfrist heute ein deutlich günstigeres Zinsniveau vorfinden würde als – denn damals waren eher steigende Zinsen die Regel.

HB BERLIN. Das günstige Baugeld freut natürlich auch diejenigen, die aktuell dabei sind, sich ein Haus oder eine Eigentumswohnung zu kaufen. Zehnjahres-Darlehen beispielsweise sind bei günstigen Anbietern wie etwa Direktbanken schon zu einem Effektivzins von unter 4,5 Prozent zu bekommen. 100 000 Euro Kreditsumme kosten so bei einem Prozent anfänglicher Tilgung rund 440 Euro monatlich.

Es ist allerdings fraglich, ob dieses günstige Zinsniveau noch lange Bestand haben wird. Sowohl die europäischen Leitzinsen als auch die Kapitalmarktzinsen, die für die Baugeldkonditionen entscheidend sind, könnten schon bald anziehen. Ein Faktor dabei ist, wie sich die gestiegenen Energiepreise auf die Inflationserwartungen und auf die Notenbankpolitik auswirken.

Zum Vergleich der Zinsangebote verschiedener Finanzierungsinstitute kann sich der Interessent einen ersten Überblick zum Beispiel im Internet verschaffen. Dabei sind nicht die Nominal-, sondern die Effektivzinsen maßgeblich – denn diese enthalten die meisten Nebenkosten des Darlehens. Wichtig ist die jeweilige Beleihungsgrenze. Die günstigsten Konditionen gibt es meist nur, wenn die Kreditsumme nicht mehr als 60 Prozent des Verkehrswerts beträgt.

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