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24.10.2007 
Marktführer bei Wohnimmobilien

Deutsche Annington greift wieder an

von Reiner Reichel

Bisher hat die Deutsche Annington Immobilien GmbH angesichts hoher Preise ihren Wohnungsbestand in diesem Jahr nur um 8 100 auf 220 000 Einheiten aufgestockt. Doch die sinkenden Preise im zweiten Halbjahr will der deutsche Marktführer für Wohnimmobilien nutzen. Und auch eine Wohnungsgesellschaft hat er schon im Visier.

MÜNCHEN. Der deutsche Marktführer für Wohnimmobilien, die Deutsche Annington Immobilien GmbH (DAIG), geht mit ihrem neuen Chef in die Offensive. „Wir wollen wachsen“, bekräftigt Wijnand Donkers, der im Mai den nur ein knappes halbes Jahr als DAIG-Chef tätigen Georg Kulenkampff ablöste, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Doch eins stellt er klar: „Wir wollen profitabel wachsen.“

Deswegen hatte die DAIG in diesem Jahr angesichts hoher Preise ihren Wohnungsbestand bisher nur um 8 100 auf 220 000 Einheiten aufgestockt. Doch im zweiten Halbjahr seien die Wohnungspreise gesunken, betont Donkers. Der DAIG stünden in den kommenden vier bis fünf Jahren im Schnitt jährlich 1,5 Mrd. Euro für Investitionen zur Verfügung. Davon sollen 20 Prozent aus der eigenen oder der Kasse der Fonds-Geldgeber, der Rest von Banken kommen. Mittelfristiges Ziel ist ein Bestand von bis zu 500 000 Wohnungen.

Im Nacken sitzt den Bochumern der börsennotierte Verfolger Gagfah, der bis jetzt 180 000 Wohneinheiten gekauft hat. Gagfah-Chef Burkhard Drescher ist unter Zugzwang. Er muss kaufen, um die Aktienanalysten bei Laune zu halten.


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Eines haben beide Gesellschaften gemeinsam: Hinter ihnen stehen Finanzinvestoren. Bei der DAIG ist der starke Mann im Hintergrund Guy Hands mit seiner Gesellschaft Terra Firma. Die DAIG ist im Besitz eines Fonds, der von Terra Firma gemanagt wird. Konkurrent Gagfah wurde von Fortress an die Börse gebracht.

Die bisherige Zurückhaltung der DAIG ist im Markt schon aufgefallen. Es wurde spekuliert, der Personalwechsel an der Spitze und der jüngst abgeblasene Börsengang hätten das Unternehmen vom operativen Geschäft abgelenkt. Noch vor wenigen Wochen sagte Stefan Rind, Vorstandschef der gleichfalls im Wohnungssektor aktiven Colonia Real Estate AG, über die DAIG: „Wir nehmen die Deutsche Annington zurzeit im Markt nicht wahr. Sie tritt nicht als Investor auf.“ Die Feststellung ficht Donkers nicht an: „Wir sind froh, im ersten Halbjahr nicht viel gekauft zu haben. Jetzt normalisieren sich die Preise.“

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Ein Geschäft, das sich die DAIG ganz genau anschaut.

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