Die aktuelle Eigenkapital-Quote der DAIG von 20 Prozent empfindet Donkers als „sehr gesund“. Deswegen kommt er zu dem Schluss: „Ein Börsengang ist eine von mehreren interessanten Optionen. Wir sind aber nicht auf einen Börsengang angewiesen. Unsere Gesellschafter stellen ausreichend Mittel zur Verfügung.“
Das könnte bald nötig werden. Denn die nordrhein-westfälische Landesregierung will bis zum Frühjahr einen Käufer für die Wohnungsgesellschaft LEG NRW mit ihren 95 000 Wohnungen präsentieren. „Die LEG ist ein Geschäft, das wir uns wie alle großen Pakete sehr genau ansehen werden“, sagt Donkers. Doch das durchschnittliche Jahresinvestitionsvolumen von 1,5 Mrd. Euro würde dafür sicher nicht genügen. Bei einem vergleichsweise niedrigen Preis von 500 Euro je Quadratmeter wären bereits etwa drei Mrd. Euro für die LEG fällig. Das landeseigene Düsseldorfer Wohnungsunternehmen betreibt allerdings auch Projektentwicklung, ein Geschäftszweig, der nicht zu Wohnungsbestandhaltern wie der DAIG passt.
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Von der Idee seines Vorvorgängers Volker Riebel, Wohnungen in großem Stil an Mieter zu verkaufen, hat sich der neue DAIG-Chef verabschiedet: „Wir privatisieren derzeit weniger, aber das entspricht unserer Strategie.“ In diesem Jahr werden es um die 4 000 Wohnungen sein, die neue Eigner finden. Im vergangenen waren es noch 800 mehr.
