Deutsche Architekten gestalten neue Marina
Valencias Hafen wird schöner

GMP International Architects, ein deutsches Architektenbüro, plant zusammen mit dem Franzosen Jean Nouvel und dem valenzianischen Architekten José María Tomás ein neues Hafenviertel für Valencia. Nach den Plänen der Architekten soll dort, wo in wenigen Wochen die Segelregatta America’s Cup startet, ein Wohn-, Geschäfts- und Vergnügungsviertel entstehen.

HB VALENCIA. Das Planungsteam hat gerade den mit 250 000 Euro dotierten Wettbewerb zur Neugestaltung der Marina des America’s Cup gewonnen. Den Wettbewerb hatte der Ausschuss „Valencia 2007“ ausgeschrieben. Darin haben sich Vertreter der spanischen Zentralregierung, der Regionalregierung Valencia sowie der Stadt zusammengeschlossen. Der Ausschluss ist für die Infrastruktur des in wenigen Wochen startenden America´s Cup zuständig. Er soll auch die nachhaltige Nutzung des Industriehafens und den weiteren Ausbau des Yachthafens begleiten, wenn der Segelwettbewerb im Juli vorbei ist. Die Bauarbeiten auf der 1,35 Mill. Quadratmeter großen, bisher in großen Teilen ungenutzten Fläche, die bis zum Stadtteil Grao reicht, werden im kommenden Jahr beginnen.

Die Ernennung zum Austragungsort für den America’s Cup im Jahr 2004 hat Valencia viele neue interessante Architekturprojekte beschert. Zu den wohl innovativsten gehört jedoch der Umbau des Industriehafengeländes in der Nähe des Stadtstrands „Las Arenas.“ Viele neue Hotels und Grünflächen sind entstanden. Noch bekommt die benachbarte Marina den letzten Schliff für das größte Sportereignis, das die Stadt je ausgetragen hat. Aber die Mitglieder im Ausschuss „Valencia 2007“ denken schon jetzt an die Zeit, wenn die zwölf Segel-Mannschaften nach vier Jahren Vorbereitung für das Rennen im Juli ihre Koffer packen und dann auch die meisten Teamhäuser verschwinden werden.

„Nur wenige dieser wenn auch architektonisch interessant gebauten Basen werden wahrscheinlich in Firmen- oder Wohngebäude umgewandelt werden können“, glaubt Elena Gala von „Valencia 2007“. Viele müssten wieder abgerissen werden. Im nächsten Schritt sind dann die davor gelegenen, unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Lagerhallen des Industriehafens von Grund auf zu sanieren. „Wir werden daraus Museen und Geschäftsmeilen machen. Denn die bereits für über 400 Mill. Euro umgebaute Marina muss auch nachher kommerziell so attraktiv sein, dass sie das ganze Jahr von Touristen und Einheimischen genutzt wird“, sagt Gala.

Bei den Organisatoren des America’s Cup herrscht kein Zweifel, dass dieses Ziel erreicht wird: „Vorher war das hier ein Dorf. Valencia ist jetzt jedoch auf bestem Weg, eine international sehr attraktive Hafenstadt zu werde“, lobt Michel Bonnefous, Chef des America’s Cup Management (ACM), die Umbaupläne. Sie seien äußerst attraktiv. Hinter dem Hafen, wo bisher Prostitution und Drogenhandel zuhause waren, soll nun ein Gebiet mit Luxuswohnungen entstehen. Mit zwei 220 Meter hohen Türmen aus Glas und Stahl außerhalb der Marina will sich die Stadt profilieren. Sie werden zu von Wasser umgebenen Statussymbolen für die ewig im Wettstreit mit Barcelona und Madrid stehenden Hauptstadt der Provinz Valencia. Der stillgelegte Fluss Turia soll wie auch schon in der Innenstadt geschehen, zu einer grünen Meile werden.

Die Architekten nehmen sich auch dem am Industriehafen gelegenen Armenviertel Nazaret an. Dem daran und an den Güterfahrten grenzenden Strand soll Leben eingehaucht werden. Die noch vom Wasser abgeschnittene Avenida de Franca soll mit dem Meer verbunden werden. „Wir wollen, dass Valencia viel stärker als bisher seine Nähe zum Meer nutzt und damit auch touristisch noch attraktiver wird“, sagt die valenzianische Bürgermeisterin Rita Barberá. Bisher waren Madrid und Barcelona attraktiver. Spätestens mit diesem Projekt werde Valencia jedoch sein Schmuddelimage verlieren, glaubt Matti Paschen, Architekt und Segler beim deutschen America’s Cup Team United Internet: „Bisher fiel die Stadt abgesehen von der Museeninsel der Wissenschaften und Künste sowie dem schönen Altstadtkern vor allem durch schlechte Bauqualität und starke Kontraste auf. Das wird sich nun ändern.“


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