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11.06.2008 
Über weitere Objekte wird verhandelt

Deutsche Bank stößt Immobilien ab

von Torsten Riecke

Die Deutsche Bank kommt mit dem Verkauf großer Immobilienbestände in New York voran. Nach Angaben aus Bankenkreisen ist der Verkauf von zwei Hochhäusern in Manhattan bereits unter Dach und Fach. Dabei handelt es sich um Bürotürme an der Park Avenue und in der Third Avenue. Käufer soll die Immobiliengesellschaft Shorenstein aus San Francisco sein.

NEW YORK. Über den Verkaufspreis und mögliche Verluste wollte die Bank keine Angaben machen. Spekulationen über einen Preisabschlag von bis zu 30 Prozent wurden jedoch zurückgewiesen. Ein Abschlag von zehn Prozent sei realistischer, hieß es. In Branchenkreisen wird der Wert der Immobilien auf knapp eine Mrd. Dollar geschätzt. Verhandelt wird noch über einen weiteren Wolkenkratzer an der Sixth Avenue in New York. Als Interessent gilt hier die Firma Paramount, die angeblich etwa 1,5 Mrd. Dollar zahlen will. Hinter Paramount steht die Otto-Familie aus Hamburg. Der starke Euro macht Investments in Amerika im Moment besonders attraktiv.

Die Deutsche Bank hatte im Frühjahr die Kontrolle über insgesamt sieben Hochhäuser vom amerikanischen Immobilienunternehmer Harry Macklowe übernommen. Finanziert hatte Macklowe sein Immobiliengeschäft mit einem Kredit von insgesamt sieben Mrd. Dollar, ein Großteil kam von der Deutschen Bank. Die Kreditkrise brachte den Immobilienfürsten jedoch in Schwierigkeiten. Als er seine Darlehen nicht mehr refinanzieren konnte, musste er sieben Objekte an die Frankfurter zurückgeben.

Auch über die restlichen vier Hochhäuser wird angeblich bereits verhandelt. Das frühere GM-Building an der Fifth Avenue hatte Macklowe bereits für knapp drei Mrd. Dollar an eine Investorengruppe verkauft. Die Verkäufe gelten in Manhattan als Gradmesser für die Lage auf dem Markt für Gewerbeimmobilien. Durch die Finanzkrise ist die Leerstandsrate zuletzt leicht angestiegen.

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