Deutsche entdecken das Betongold neu
In Wiesbaden sind Häuser am teuersten

Auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt zeichnet sich nach Einschätzung der Landesbausparkassen (LBS) nach zehnjähriger Schwächephase eine Trendwende ab. Unverändert bestehen aber starke regionale Unterschiede bei den Preisen für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen.

HB FRANKFURT. Die Nachfrage nach gebrauchten Häusern und Eigentumswohnungen nehme spürbar zu, sagte LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm am Dienstag in Berlin. Die steigende Nachfrage werde sich ab 2008 voraussichtlich in steigenden Preisen niederschlagen, zumal das Angebot wegen schwacher Neubautätigkeit nicht mithalte. Die Nachfrage lege vor allem wegen wegen einer steigenden Zahl an Haushalten und wachsenden individuellen Flächenansprüchen zu. Hamms Prognose basiert auf einer Umfrage bei den LBS-Immobiliengesellschaften und deutschen Sparkassen.

Zu der Wende auf dem deutschen Immobilienmarkt trage auch die gute wirtschaftliche Entwicklung bei. Da der Aufschwung an Breite gewinne, steige auch die Zuversicht. „Deshalb kommt es unweigerlich zu einer flächendeckend steigenden Nachfrage nach gutem Wohnen“, prognostiziert der LBS-Verbandsdirektor.

Unverändert bestünden starke regionale Unterschiede auf dem deutschen Immobilienmarkt. Vor allem in den wirtschaftlich starken Zentren im Süden Deutschland lägen die Preise zum Teil um ein Vielfaches höher als im Norden und Osten. Ein freistehendes Einfamilienhaus ist nach Hamms Angaben mit einem Preis von durchschnittlich 800 000 Euro in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden deutschlandweit am teuersten. In Halle in Sachsen-Anhalt liegt der Durchschnittspreis für ein Haus bei 130 000 Euro. In der bayerischen Metropole München sind demnach 650 000 Euro fällig, in Konstanz am Bodensee 580 000 Euro, in Heidelberg sind es 530 000 Euro.

Annähernd eine halbe Million Euro kosten die Objekte in anderen west- und südwestdeutschen Großstädten wie Essen (500 000 Euro), Frankfurt (490 000 Euro), Stuttgart (480 000 Euro) und Düsseldorf (450 000 Euro). Die teilweise erhebliche Attraktivität der Umlandgemeinden zeigt sich daran, dass die Objekte in Taunus-Vorstädten wie Bad Homburg und Hofheim mit 600 000 Euro 20 Prozent teurer sind als in Frankfurt selbst. Auf der anderen Seite ist das Preisniveau in Bremen mit 220 000 Euro für eine Großstadt in dieser Größenordnung durchaus moderat. In manchen norddeutschen Großstädten wie Hildesheim (mit 170 000 Euro) liegt es noch einmal deutlich niedriger.

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