Deutsche Ferienimmobilien
Ein El-Dorado für Investoren

Deutschland gewinnt als Urlaubsland mehr und mehr an Bedeutung. Vor allem in exklusiven Lagen klettern die Immobilienpreise – und damit auch die Renditechancen für Investoren. Wo der Einstieg jetzt noch lohnt.
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Die deutschen Ferienregionen erleben eine Renaissance. Davon ist jedenfalls die Stiftung für Zukunftsfragen überzeugt, die jährlich ihre Deutsche Tourismusanalyse vorlegt. 2011 verbrachten 37 Prozent der deutschen Urlauber ihre Ferien im Inland - deutlich mehr als zehn Jahre zuvor, als sich nur jeder Dritte für ein Urlaubsziel zwischen Sylt und Oberstdorf entschieden hatte. Für dieses Jahr rechnet Ulrich Reinhardt, Wissenschaftlicher Leiter der Stiftung für Zukunftsfragen, damit, dass sich sogar 40 Prozent aller deutschen Reisenden für eine inländische Destination entscheiden werden. Von dieser Entwicklung profitiert der Markt für Ferienimmobilien. "Die Nachfrage hat sich in den letzten Jahren positiv entwickelt", sagt Georg Hoogendijk, Geschäftsführer der Maklergesellschaft BHW Immobilien.

Dafür sieht er vor allem zwei Gründe: Zum einen ermöglichten die kurzen Anfahrtswege auch einen spontanen Kurzurlaub. Zum anderen wirke sich die Überzeugung aus, dass Immobilien in Deutschland Sicherheit garantierten: "Hier kennt man die Gesetze und geht von einer sicheren Geldanlage in Krisenzeiten aus." Die Nachfrage von Kapitalanlegern steigt. "Die Menschen wollen in eine sichere und anfassbare Geldanlage investieren", bestätigt Kai Enders, Vorstand des Maklerhauses Engel & Völkers. Ferienimmobilien böten dem Anleger im Gegensatz zu dauerhaft vermieteten Eigentumswohnungen zudem eine "immaterielle Rendite", da er selbst darin Urlaub machen könne. "Wer es sich leisten kann", beobachtet Enders, "verzichtet darauf, seine Ferienimmobilie zu vermieten."

Das gilt jedoch nicht für alle Käufer. "Der Anteil der Kapitalanleger unter den Käufern ist gestiegen", sagt Per Barlag Arnholm, der als Geschäftsführer von Helma Ferienimmobilien derzeit an der Ostseeküste mehrere Ferienhausanlagen baut. Auch seine Kundschaft ist getrieben von der Angst vor Inflation und motiviert durch das niedrige Zinsniveau. Wenn Standort, Nutzungskonzept und Unterhaltskosten stimmten, sei ein Ferienhaus "eine sichere und renditestarke Geldanlage", ist Arnholm überzeugt. Nach seinen Worten lassen sich Ferienhäuser in guten Lagen auf der Ostseeinsel Rügen teilweise mehr als 250 Tage im Jahr vermieten. Das Hamburger Maklerhaus Grossmann & Berger berichtet für Sylt sogar von einer Vermietungsauslastung von 300 Tagen und mehr.

Kommentare zu " Deutsche Ferienimmobilien : Ein El-Dorado für Investoren"

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  • Ich hatte einmal einen Auftritt in Pullach. Die Damen mussten beim nach Hause gehen ihre Stöckelschuh ausziehen da mit es keine Beschwerden gibt. Pullach ist vielleicht ein Ort für Scheintote, aber keine Investition!

    Richard Rigan
    www.rigan.de

  • Sie haben Recht - da ist ja eher Schwabing ein Ferienort!

    Richard Rigan - Schwabing

  • Das sind aber tolle Beispiele für Ferienorte in Bayern: Grünwald, Pullach, Gräfelfing sind allesamt Vororte von München, die nichts, aber auch gar nichts mit Ferien in Verbindung bringt.
    Auch Icking ist beileibe kein Ferienort. Nur Tegernsee und Rottach Egern passen da rein: Was hat sich der Redakteur bei seiner Auswahl nur gedacht?

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