DIE AKTUELLE STUDIE
Viele Wohnungskäufer denken nicht an die Kapitalverzinsung

Angesichts des schon im dritten Jahr schwachen Gewerbeimmobilienmarktes entdecken Investoren wieder die Wohnimmobilie. „Das Nachfragepotenzial wächst, sowohl bei privaten Anlegern wie bei institutionellen“, beobachtet Michael Borries, Geschäftsführer der Köln-Düsseldorfer Corpus-Gruppe.

wik DÜSSELDORF.David Pascal, Chef des Private-Equity-Unternehmens Terrafirma, ist ständig auf der Suche nach interessanten Gelegenheiten: „Wir prüfen systematisch zum Verkauf stehende Assets, das können 500, aber auch 10  000 Wohnungen sein“, erläutert der Brite.

„Die im Vergleich zur Büroimmobilie hohe Miet- und Wertsicherheit und das derzeit historisch niedrige Zinsniveau sind wichtigsten Gründe für das wachsende Interesse am Wohnungsinvestment“, ist Ulrich Jacke, Geschäftsführer der Dr. Lübke GmbH, überzeugt. Grund genug für das Immobilienberatungsunternehmen, gut 500 Kunden - Schnäppchenjäger wie Opportunity Fonds, aber auch Wohnungsbaugesellschaften, Stiftungen, Pensionskassen, Versicherungen, offene und geschlossene Immobilienfonds, gewerbliche Aufteiler und Privatinvestoren – nach ihren Anlagestrategien und Renditeerwartungen zu fragen. Erstaunliches Ergebnis: Einzig Opportunity Fonds, Aufteiler und Wohnungsbaugesellschaftern scheinen eine klare Vorstellung von der gewünschten Eigenkapitalverzinsung zu haben. Die Fonds erwarten mindestens 20 Prozent Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital – es liegt üblicherweise bei 20 bis 30 Prozent der Gesamtinvestitionssumme –, Aufteiler sind schon mit zehn, Wohnungsbaugesellschaften gar mit fünf Prozent zufrieden, allerdings nur dann, wenn die Immobilie länger als zehn Jahre im Bestand gehalten werden soll. Dies ist der Studie zufolge für immerhin gut 40 Prozent der befragten Wohnungsbaugesellschaften beschlossene Sache, ganz anders als bei den Aufteilern, die ihre Wohnimmobilie nach maximal drei Jahren weiterveräußert haben wollen.

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