Die Baufinanzierung sollte gut durchdacht sein
So überstehen Sie die Bonitätsprüfung

Wer die Kriterien der Banken kennt, kann sich häufig rechtzeitig so profilieren, dass er die Bonitätsprüfung übersteht und bei denjenigen Geldhäusern mit gespreiztem Zins ein gutes Angebot erhält.

Die wichtigsten Verhaltensregeln für einen Baugeldfreier:

  • Möglichst viel Eigenkapital sparen und dafür vor dem Immobilienkauf alle verfügbaren Quellen anzapfen. Dazu gehören auch Verwandten- und Arbeitgeberdarlehen und die Entnahme von angesparten Riester-Mitteln.
  • Bei der Immobiliensuche noch mehr als bisher auf prosperierende Städte, gute Lagen und hochwertige Immobilien achten. Reicht hierfür das Geld noch nicht, lieber noch ein paar Jahre sparen als in minderwertige Objekte investieren.
  • Auch als Vermieter möglichst viel Eigenkapital investieren - selbst wenn viele Vermittler mit Blick auf die Steuereffekte das anders empfehlen. Ganz wesentlich: Keinerlei Kompromisse eingehen und ausschließlich solche Immobilien kaufen, die unter anderen Lebensumständen auch den persönlichen Wohnansprüchen genügen würden.
  • Bausparverträge nutzen: Erstens sind ihre Zinsen fest und innerhalb eines Tarifs für alle Kunden gleich. Zweitens schrumpft mit ihrer Hilfe der Bankkredit - oft unter die wichtigen Limits von 60 oder 80 Prozent des Beleihungswerts der Immobilie. Damit sinkt meist der Zins.
  • Als Selbstständiger wenn nötig und möglich Verwandte mit festem Einkommen bürgen lassen.

Weitere Tipps

Wer einen günstigen Kredit erhalten hat, sollte anschließend möglichst rasch und möglichst viel tilgen. Das entlastet nicht nur von Schulden, sondern vergrößert auch den Verhandlungsspielraum, wenn etwa nach 5 bis 15 Jahren die feste Zinsbindung ausläuft. Je niedriger dann die restlichen Schulden im Verhältnis zum Immobilienwert sind, desto leichter kann man bei seiner Bank für die zweite Runde gute Konditionen aushandeln - oder zu einer besseren Bank wechseln.

Ist dagegen wenig getilgt und zugleich der Immobilienwert gebröckelt, drohen Zuschläge für Risikozinsen. In solchen Fällen verlangte ein Geldhaus in Braunschweig kürzlich 7,15 Prozent, eine Großbank in München 7,46 und eine Sparkasse in der Lüneburger Heide 7,95 Prozent. Doch auch hier versprechen einige Vertreter von Geldinstituten Kundenfreundlichkeit. Etwa Karl-Friedrich Walter, Vorstand beim Verband der PSD-Banken: "Nach Ende der Zinsbindung überprüfen wir die Bonität nicht erneut."

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 20 vom 12.05.2005 Seite 117

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