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17.05.2008 

In den meisten Landesteilen "kehren wir zur Normalität zurück", was das Verhältnis zwischen Immobilienpreisen und Einkommen angeht, sagt Richard DeKaser, Chef-Volkswirt bei National City. Aber die Preise könnten durchaus am unteren Ende über das Ziel hinausschießen. Wirtschaftsexperten bei Goldman rechnen damit, dass der Preisverfall wahrscheinlich erst Ende 2009 zum Stillstand kommt. Dadurch werde Wohneigentum wieder erschwinglicher. Laut Jan Hatzius, Chef-Ökonom der Investmentbank, musste eine Familie, die zwischen 1993 und 2003 ein Haus in mittlerer Größe kaufte, durchschnittlich 17,5 Prozent ihres Einkommens für die monatlichen Ratenzahlungen des Darlehens aufbringen. 2006 waren es 26 Prozent, inzwischen müssen Hauskäufer im Schnitt nur noch 20 Prozent des Gehalts für die Hausfinanzierung abzweigen.

Parallel zu den fallenden Preisen dürfte diese Quote weiter sinken. Hatzius schätzt, dass die Preise seit dem zweiten Quartal 2006 im Durchschnitt um 15 Prozent abgesackt sind und bis Ende 2009 noch um weitere zehn Prozent fallen werden. Vorausgesetzt, die Zahl der Zwangsversteigerungen steige nicht weiter. Nach Schätzungen von Goldman kommen in diesem Jahr eine bis 1,5 Mill. Häuser unter den Hammer. Vor 2007 waren es weniger als eine halbe Mill. jährlich.

Die Abwärtsspirale bei den Immobilienpreisen werde zudem durch Hausbesitzer beschleunigt, die einer Zwangsversteigerung zuvorkommen wollten, sagt Daniel R. Odio, Inhaber des Maklerbüros Drodio Real Estate Inc. in Alexandria im Bundesstaat Virginia. Solche Eigentümer versuchten häufig, ihre Häuser durch einen "short sale" loszuwerden, bei dem der Preis unter dem Betrag liegt, den sie der Bank schulden. Der Kreditgeber willigt dann ein, dem Schuldner den fehlenden Betrag zu erlassen.

Im Zuge eines solchen Notverkaufs annoncierten die Hausbesitzer häufig mit sehr niedrigen Preisen, um Interessenten anzulocken - auch wenn der Kreditgeber einem solch geringen Verkaufserlös kaum zustimmen würde, beobachtet Odio. Der fiktive, realitätsferne Preis führe aber dazu, dass potenzielle Käufer auch den Wert ähnlicher Immobilien in der näheren Umgebung falsch einschätzten.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Einkommen und Hauspreise

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