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28.12.2006 
Forward-Darlehen sichert aktuelle Konditionen

Die Zinsen für Hypothekendarlehen steigen

Die Zinsen für Baugeld werden kurz- und mittelfristig steigen. Diese Auffassung vertritt Robert Haselsteiner, Vorstand der Interhyp AG, eines Vermittlers von Hypothekendarlehen. Er begründet seine Ansicht mit den tendenziell steigenden langfristigen Kapitalmarktzinsen. Sie seien seit Anfang Dezember um 0,2 Prozentpunkte geklettert, sagt Haselsteiner.

HB DÜSSELDORF. Viele Kapitalmarktbeobachter rechnen im neuen Jahr mit weiteren Leitzinsanhebungen durch die Europäische Zentralbank (EZB). Eine Leitzinserhöhung wirkt zunächst auf die kurzfristigen Zinsen und führt zu steigenden Zinsen auf dem Geldmarkt. Die Langfristzinsen auf dem Kapitalmarkt müssen zwar nicht folgen, tun dies aber in der Regel. Zinsexperten erwarten Leitzinserhöhungen in der Spanne von 0,25 bis 0,75 Prozentpunkten im ersten Halbjahr 2007. Dies spricht dafür, dass Baugeld teurer wird.

Wer sich die aktuellen Baugeldkonditionen sichern möchte, etwa weil seine Zinsfestschreibung demnächst ausläuft, kann dies mit einem so genannten Forward-Darlehen um bis zu drei Jahre im Voraus erledigen. Typischerweise schlagen die Banken zwischen 0,18 und 0,25 Prozentpunkte für jedes Jahr auf die aktuellen Konditionen auf. Aktuell verzichten jedoch einige Banken auf solche Aufschläge, etwa die ING-Diba für Darlehen, die bis zu drei Jahre vor Auszahlung abgeschlossen werden.


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Dennoch sollten Kreditnehmer Vergleichsangebote einholen, denn es ist durchaus möglich, dass sie mit anderen Banken trotz Forward-Aufschlägen günstiger fahren. Wer ein Darlehen binnen Jahresfrist ablösen möchte, muss womöglich kein Forward-Darlehen abschließen. Mittlerweile verzichten Banken für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr zwischen Kreditabschluss und Darlehensauszahlung auf Bereitstellungszinsen.

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