Drittes Quartal stimmt Makler optimistisch
Deutsche Büromärkte erholen sich nur langsam

Die Bürovermietungsmärkte in den fünf so genannten deutschen Immobilienhochburgen, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München, haben zum Ende des dritten Quartals leicht an Schwung gewonnen.

HB DÜSSELDORF. Dies berichten übereinstimmend die beiden internationalen Immobilienberatungsunternehmen Atisreal und Jones Lang Lasalle (JLL) in ihren vorläufigen Berichten. So summierte sich die Zahl neu vermieteter Büroflächen laut JLL von Januar bis Ende September 2006 auf insgesamt 1,61 Mill. Quadratmeter (qm). Nachdem zur Jahresmitte die Abweichung zum Vergleichszeitraum des Vorjahres noch bei minus 16 Prozent gelegen hatte, verbesserte sie sich drei Monate später auf minus neun Prozent.

Besonders ausgeprägt war der Zuwachs in Düsseldorf: Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt meldet ein Plus von fast 22 Prozent: Hier fanden bis Ende September 208 000 qm Bürofläche neue Mieter, so die Angaben von Atisreal. Spitzenreiter beim Flächenabsatz ist indes erneut die bayerische Metropole München, wo 478 000 qm Büroraum vermittelt wurde. "Damit wird der bereits sehr gute Vorjahreswert noch einmal um knapp sechs Prozent übertroffen", heißt es bei Atisreal. Auch der Verlierer des Jahres steht bereits fest: In Berlin wurden bislang nur 262 000 qm Büroläche vermietet, rund 26 Prozent weniger als im Vorjahr.

Dies sei allerdings nicht anders zu erwarten gewesen, urteilen unisono die beiden Marktbeobachter. Die Hauptstadt hatte im vergangenen Jahr von der starken Nachfrage der öffentlichen Hand profitiert. Dies setzte sich in den ersten neun Monaten 2006 erwartungsgemäß nicht fort - und konnte durch keine andere Branche kompensiert werden. Kaum Bewegung zeigt sich indes bei den Mieten: Sie blieben in den fünf genannten Städten stabil, nur in München und Frankfurt stiegen sie leicht um zwei beziehungsweise drei Prozent an.

Auch am Leerstand änderte sich kaum etwas: Er reduzierte sich nur leicht um rund ein Prozent. Bis zum Ende des Jahres wird dies auch so bleiben, heißt es bei Atisreal. Erst für das kommende Jahr erwarten die Marktbeobachter einen beschleunigten Rückgang des Flächenangebots.

Entsprechend dürften sich auch bei den Mieten vorerst keine durchgreifenden Änderung zeigen. Dies allerdings könnte sich ab dem kommenden Jahr ändern: Atisreal hält "Mietpreisanstiege in breiterem Umfang" in den kommenden zwölf Monaten für durchaus wahrscheinlich.

Für das vierte Quartal 2006 bleibt man optimistisch. Die Nachfrage sei lebhaft, so dass "der Flächenumsatz des Gesamtjahres in einer vergleichbaren Größenordnung liegen wird wie 2005", sagt Peter Rösler, Vorsitzender der Geschäftsführung von Atisreal Deutschland.

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