„Duisburger Freiheit"
Norman Foster schafft in Duisburg den Hattrick

Lange Zeit wussten die Duisburger nicht, was sie mit der 1,6 Kilometer langen und 275 Meter breiten Güterbahnfläche an der Südseite des Hauptbahnhofes anstellen sollten. Jetzt haben sich die Verantwortlichen entschieden: Mit der „Duisburger Freiheit" plant der Londoner Architekt Norman Foster bereits zum dritten Mal etwas Ausgerwöhnliches in der Stahlstadt.

DUISBURG. Investoren kamen und gingen, als „Multi-Casa-Areal“ geisterte die verkehrstechnisch exzellent angebundene Brachfläche durch die Gazetten. Doch nichts geschah mit der Güterbahnfläche an der Südseite des Hauptbahnhofes. Im vergangenen Herbst durchschlugen die Eigentümerin Aurelis Real Estate und die Stadt Duisburg den gordischen Knoten und unterschrieben einen „Letter of Intent“, wie man verbindliche Absichtserklärungen neudeutsch nennt.

Seit voriger Woche ist nun auch bekannt, was dort unter dem Namen „Duisburger Freiheit“ entstehen soll: ein parkähnliches Quartier, in dem es Platz für Büros, Handel, Dienstleistung, Gastronomie, Freizeit und Kultur geben soll. Als Masterplaner setzten sich in einem Wettbewerb erneut Lord Norman Foster und sein Team Foster & Partners durch. Nach dem Innenhafen Duisburg und dem Masterplan für den Umbau der Duisburger Innenstadt stellt die Güterbahnhofs-Planung nun schon das dritte Großprojekt der Londoner in Duisburg dar – von einer Vielzahl einzelner Gebäudeentwürfe einmal abgesehen. „Duisburg ist eine Stadt, die sich nach dem Niedergang der Schwerindustrie erfolgreich neu erfunden hat“, hob David Nelson, Senior Executive und Design-Chef bei Foster & Partner, anlässlich der Projektvorstellung Ende vergangener Woche hervor.

Oberbürgermeister Adolf Sauerland und Aurelis-Geschäftsführer Joachim Wieland erklärten, man wolle den Qualitätsstandard des Innenhafens fortzuschreiben. Als Clou des Projekts erstreckt sich im Innenbereich deshalb eine 135 000 Quadratmeter große Parklandschaft mit Wasserflächen. In die Infrastruktur investiert Aurelis nach Angaben von Wieland rund 15 Mio. Euro. Man rechne mit Folgeinvestitionen von bis zu 600 Mio. Euro. In dem neuen Viertel könnten in zehn bis fünfzehn Jahren 10 000 Menschen leben und arbeiten.

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