Eigenheimzulage als Anreiz für Immobilienerwerb
Staat fördert Bildung von Wohneigentum

Der Staat fördert mit der Eigenheimzulage Menschen, die Wohneigentum bilden wollen. Damit sollte bislang die Eigenheimquote in Deutschland gesteigert werden. Die Zulage gibt es für Wohnung oder Haus, für Bau oder Kauf.

Häuslebauer und Immobilienkäufer wissen Bescheid: Der Staat legt was dazu, wenn jemand Wohneigentum erwirbt. Zu genau festgelegten Bedingungen allerdings. Sie sehen im Einzelnen so aus:

Eigennutzung: Voraussetzung der Eigenheimzulage ist der Erwerb einer selbstgenutzten Immobilie. Wer sie vermieten will, bekommt die Förderung nicht.

Förderung: Der Staat zahlt acht Jahre lang jedes Jahr 1250 Euro, wenn das Eigenheim 125.000 Euro oder mehr kostet. Ist es günstiger, gibt es ein Prozent der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Pro Kind zahlt der Staat 800 Euro zusätzlich. Eine Familie mit zwei Kindern zum Beispiel kann acht Jahre lang jedes Jahr 2850 Euro bekommen. Das sind 22.800 Euro Förderung. Insgesamt ist die seit 2004 ausgezahlte Eigenheimzulage bereits ungünstiger als frühere Förderungen, nach denen es für Neubauten höhere Zulagen gab. Seither werden zudem Ausbauten und Erweiterungen nicht mehr gefördert. Auch die so genannte „Ökozulage“ ist weggefallen.

Auszahlung: Die Eigenheimzulage wird einmal im Jahr von den Finanzbehörden überwiesen. Der Käufer muss nur zu Beginn den Antrag stellen, nicht jedes Jahr neu.

Anspruch: Die Gewährung der Eigenheimzulage ist an Einkommensgrenzen gebunden. Der Antragsteller darf im Jahr des Eigentumserwerbs und im Jahr davor insgesamt (zusammengerechnet) bis zu 70.000 Euro verdienen, ein Ehepaar bis zu 140.000 Euro. Pro Kind können 30.000 Euro dazugerechnet werden. Beispiel: Ein Ehepaar mit zwei Kindern baut. Beide Eltern sind berufstätig. Der Vater verdient 50.000 Euro im Jahr, die Mutter 40.000 Euro. Das sind 90.000 Euro im Jahr, 180.000 Euro in zwei Jahren. Die Familie hat – bei Zusammenveranlagung – also Anspruch auf die Eigenheimzulage, da die Kindererhöhungsbeträge dazukommen. Ohne Kinder hätte das Ehepaar keinen Anspruch. Der Fiskus berücksichtigt Kinder, für die Kindergeld gezahlt wird oder Kinderfreibeträge beziehungsweise Freibeträge für Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf bewilligt sind.

Termine: Ganz wichtig sind Zeitpunkte, zu denen das Eigenheim gekauft und bezogen wird. Wer eine Bestandsimmobilie kaufen und die Förderung erhalten will, muss den notariellen Kaufvertrag noch in diesem Jahr unterschreiben. Häuslebauer müssen den Bauantrag noch in diesem Jahr einreichen. Dann ist zumindest die Eigenheimzulage sicher.

Neujahrsfalle: Die neuen Eigenheimbesitzer verlieren allerdings ein Jahr der Förderung, wenn sie nicht in diesem Jahr einziehen. Denn der achtjährige Zeitraum beginnt mit dem Jahr der Anschaffung, ausbezahlt wird die Förderung aber erst nach Bezug – und nicht über den Achtjahreszeitraum ab Anschaffung hinaus. Bei einem Kauf gilt als Anschaffung der Zeitpunkt, zu dem Nutzen und Lasten auf den Käufer übergegangen sind.

Bestandsschutz: Wer bereits Eigenheimzulage bezieht, muss sich keine Sorgen machen. Seine Eigenheimzulage wird weiter nach dem alten Recht gezahlt.

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