Einkaufsmeile soll wettbewerbsfähig bleiben
Die Frankfurter Zeil bekommt ein Facelifting

Frankfurts wichtigste Einkaufsstraße, die Zeil, ist zwar weit über die Grenzen den Mainmetropole hinaus bekannt, doch die Flaniermeile ist sichtbar in die Jahre gekommen. Nun soll sie – endlich – rundum erneuert werden. Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat dazu in der vergangenen Woche ausführliche Pläne verabschiedet.

HB FRANKFURT. „Im Hinblick auf die baldige Eröffnung von ’Frankfurt Hoch Vier’ hätte die Zeil durchaus ein Problem, wenn sie nicht gleichziehen würde“, sagt Frank Albrecht, Präsident des hessischen Einzelhandelsverbandes, in Anspielung auf das im Bau befindliche Einkaufszentrum. Das in unmittelbarer Nachbarschaft zu Frankfurts traditioneller Shoppingmeile entstehende Großprojekt mit 42 000 Quadratmetern (qm) Verkaufsfläche dürfte der Zeil gehörig Konkurrenz machen.

Hier bereitet insbesondere der Passantenfluss Sorge: „An jeder Ecke staut es sich“, weiß Oliver Barth, Frankfurter Niederlassungsleiter bei Immobilienberater Atisreal. Deshalb will die Stadt zwar den Zeil-typischen „Baumzug“ erhalten, allerdings in abgespeckter Form: 80 Platanen sollen weichen.

Auch den in die Jahre gekommenen Pavillons geht es an den Kragen. So will die Stadt die vier bestehenden, paarweise angeordneten Pavillons abreißen, um auf den frei werdenden Flächen anstelle von jeweils zwei Pavillons je einen größeren Pavillon von bis zu 150 qm zu errichten. Rund um die Lauben soll Außengastronomie erlaubt sein: Allerdings nur auf jenen Flächen, auf denen bisher Bäume standen.

Für mehr Aufenthaltsqualität sollen neben mehr Freiraum auch ein neuer Bodenbelag, eine andere Stadt–Möblierung sowie ein geändertes Lichtkonzept beitragen. Außerdem will die Stadt zukünftig weniger Genehmigungen für Buden und Feste erteilen. „Die Qualität der Zeil muss ein höheres Niveau erreichen, um attraktiv zu bleiben“, meint auch Albrecht. Allerdings dürfe die Zahl der Passanten nicht sinken, warnt Barth. Denn auf der Zeil werde nicht flaniert, sondern eingekauft. Beide sind sich indes einig, dass die Aufwertung der Zeil auch positive Auswirkungen auf das Image der Stadt haben wird.

Parallel zur Entwicklung der Zeil hat der Magistrat der Stadt Frankfurt die Vorlage zur Bebauung der Altstadt verabschiedet. Zusammen mit einem Projektkoordinator soll hierfür ein Einzelhandelskonzept erstellt werden. In den Erdgeschossen der Gebäude sollen sich nach dem Wunsch der Stadt Einzelhändler und Gastronomen ansiedeln. „Mit einem Lebensmittler könnte man Frequenz schaffen“, rät Albrecht. Filialisten sind weniger gefragt. Im Interesse der Kleinteiligkeit und Lebendigkeit in den gewerblichen Flächen der Erdgeschosse wird alle acht bis zehn Meter eine neue Nutzung angestrebt und eine neue Fassade geschaffen.

Über beide Magistratsvorlagen muss die Stadtverordnetenversammlung noch abstimmen. Und das wird wahrscheinlich erst nach der Sommerpause geschehen.

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