Einkaufsmetropole München
Ladenmieten wie in London und Paris

Paris, London, München: Auf der Liste der teuersten Einkaufsstraßen in Europa ist die bayerische Landeshauptstadt ganz vorn mit dabei. Das zeigt eine Studie des Immobilienberaters Cushman & Wakefield. Auch im internationalen Vergleich zählt die Einkaufsmeile an der Isar damit zu den Toplagen – als einziger deutscher Standort.

HB MÜNCHEN. Münchens Erfolgsrezept: der perfekte Mix aus überdurchschnittlich guten Einkommen und bestem Shopping-Angebot. Mit einer Kaufkraft pro Kopf von mehr als 24 700 Euro steht München hier zu Lande nach wie vor an der Spitze. „Und als zweitwichtigstes Touristenziel in Deutschland bekommt München noch weitere Einnahmen hinzu“, sagt Thomas Nogaschewski, geschäftsführender Gesellschafter beim Einzelhandelsmakler Kemper's. „Gleichzeitig haben wir hier einen attraktiven Standort zu bieten, der auch für Handelsunternehmen aus Südeuropa meist der erste Anlaufpunkt für den Markteintritt in Deutschland ist.“

Münchens Shopper schätzen die Bayernmetropole auch deshalb, weil sie für jeden Geldbeutel das passende Angebot bereithält und dazu eine klare Aufteilung der Einkaufslagen bietet. In der Maximilianstraße etwa, der vielleicht wichtigsten Luxusmeile Deutschlands, residieren Nobelmarken wie Gucci, Armani, Tiffany's. Teenager hingegen mit – noch schmalerem Budget – zieht es eher zu Filialisten wie New Yorker und H&M in die Kaufinger Straße, während der typische Münchener sich vor allem auf der Sendlinger Straße in den traditionellen bayerischen Läden sehen lässt.

Klotzige Shopping-Malls nach amerikanischem Vorbild finden sich dagegen in der Münchener Innenstadt kaum, was vor allem ein Verdienst der Politik von Stadtbaurätin Christine Thalgott ist. „Wenn mehrere solcher Einkaufszentren auf engem Raum entstehen, führt das zum Verdrängungswettbewerb mit bestehenden Geschäften wie auch der Malls untereinander“, sagt Franz Pesch, Architekt und Professor am Städtebau-Institut der Uni Stuttgart. Selbst in den USA, wo jahrelang zahllose Shopping Malls gebaut wurden, kämen die Stadtplaner inzwischen wieder davon ab. „Man kann es einer Stadt wie München nicht hoch genug anrechnen, wenn sie solche Entwicklungen versucht im Zaum zu halten“, sagt Pesch.

Gleichzeitig sorgt die eher konservative Stadtplanung dafür, dass Einzelhandelsflächen in der Innenstadt heiß begehrt und doch im Platz begrenzt bleiben. Deshalb wird die Miete auch in den kommenden Jahren weiter steigen. Derzeit liegt der Spitzenwert bei 260 Euro pro Quadratmeter – bis Ende des Jahres werden es knapp 270 Euro sein, erwartet Sören Hoffmann vom Immobilienberater Colliers Property Partners.

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