Energie
Solarmodule sind gefragt

Solarenergie ist in Deutschland immer weiter auf dem Vormarsch. Über 200 000 Solarstromanlagen sowie etwa 800 000 thermische Anlagen zieren die hiesigen Dächer.

HB NÜRNBERG. Allein im vergangenen Jahr seien etwa 175 000 neue Anlagen installiert worden, der überwiegende Teil davon im Gebäudebestand, berichtet die Bausparkasse Schwäbisch Hall. Angesichts der Kostenexplosion bei Öl und Gas ist es kein Wunder, dass immer mehr Bundesbürger auf regenerative Energiequellen umrüsten. Doch nicht alles, was technisch machbar und ökologisch sinnvoll ist, ist auch wirtschaftlich, mahnt die Bausparkasse. Allerdings können weiter steigende Energiepreise dies schnell relativieren.

Solarmodule können prinzipiell auf allen schattenfreien Dächern angebracht werden. Ideal ist eine Dachneigung von 45 Grad sowie eine Südwest- bis Südostausrichtung. Steile Dächer erzielen in der Übergangszeit und im Winter einen besseren Ertrag. Grund: Die Sonne steht flach am Himmel, die Strahlen können senkrecht auf die Module auftreffen. Dächer mit Neigungen unter 45 Grad erzielen dagegen im Sommer den höchsten Ertrag. Prinzipiell sind aber alle Dächer mit Neigungen zwischen 30 und 60 Grad für Standard-Module geeignet. Bei geringerer Neigung oder bei Flachdächern können Module oder Kollektoren aufgeständert werden. Der Vorteil: Der Neigungswinkel lässt sich verstellen und kann an die jeweilige Jahreszeit angepasst werden.

Werden die Module nachträglich eingebaut, ist die Aufdachmontage über der vorhandenen Dachdeckung die preiswerteste Methode - aber nicht die schönste. Teurer, aber optisch gefälliger ist die Indachmonatge, bei der die Module direkt auf den Dachsparren installiert werden. Aufgrund der besseren Dämmung haben thermische Module bei dieser Montageart außerdem einen besseren Wirkungsgrad. Bei größeren Anlagen kann die komplette Dachfläche mit Solarmodulen bedeckt werden - architektonisch die eleganteste Lösung.

Bleibt die Frage der Dimensionierung: Wer nur Warmwasser produzieren will, kommt mit fünf bis sechs Quadratmetern Kollektorfläche zurecht. Diese liefern im Jahresschnitt einer vierköpfigen Familie rund 60 Prozent des benötigten Warmwassers. Im Sommer kann der Heizkessel ganz abgestellt werden. Im Winter wird das Trinkwasser von der Sonne lediglich etwas vorgewärmt. Kostenpunkt einer solchen Anlage: rund 5 000 bis 6 000 Euro.

Soll die Anlage nicht nur Trinkwasser erwärmen, sondern in der Übergangszeit auch noch die Heizung unterstützen, sind etwa 15 Quadratmeter Kollektorfläche nötig. Inklusive Extraspeicher ist eine solche Anlage für rund 8 000 bis 10 000 Euro zu haben. Bei gut gedämmten Häusern kann damit rund ein Viertel der Heizenergie eingespart werden.

Nicht nur Warmwasser kann mit Hilfe der Sonne erzeugt werden, sondern auch Strom. Photovoltaikmodule sind flacher als Solarmodule, die benötigte Fläche ist meist größer. Der auf dem Dach produzierte Strom wird nicht selbst verbraucht, sondern ins Netz eingespeist. Grund: Die Stromversorger sind verpflichtet, den Solarstrom zu einem Preis abzunehmen, der sehr viel höher ist, als der Strompreis, den der Hausbesitzer selbst für Strom zahlen muss. Eine Modulfläche von zehn Quadratmetern kann den Angaben zufolge übrigens jährlich rund 1 000 Kilowattstunden Strom produzieren.

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