Energie sparen
Misstrauen programmiert

Energie zu sparen, macht zweifellos Sinn. Doch vor dem Sparen kommt das Investieren. Um zu ergründen, wie lange es dauert, bis sich Ausgaben für einen effizienteren Heizkessel oder eine zusätzliche Wärmedämmung gelohnt haben, bedarf es nicht eines Energieausweises für Gebäude.

HB DÜSSELDORF. Energieberater liefern auch heute schon Energiespar-Vorschläge samt Amortisationsrechnung. Der zurzeit vorgesehene Informationsgehalt des Energiepasses ist so gering, dass der Pass nicht einmal genügt, um Fördermittel für die Gebäudesanierung bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu beantragen. Eine Verbindung zwischen Energiepass und dem am Monatsbeginn mit verbesserten Konditionen aufgelegten Förderprogramm sieht das Bundesbauministerium nicht vor.

Bei einem Vermieter, der mit Hilfe von KfW-Mitteln effizienter heizen möchte, klingelt der Energieberater also doch zweimal - und kassiert auch doppelt.

Es sei denn, der Deutschen Energie-Agentur - Gesellschafter sind sowohl das Ministerium als auch die KfW - gelingt es, die KfW von der Anerkennung des Energiepasses zu überzeugen. Die Chancen dazu hängen von der Ausgestaltung des Passes ab. So lange die Methoden so ungenau sind, dass Ergebnisse von Gutachtern um bis zu 60 Prozent differieren können, taugt der Energieausweis nicht als "Förderpass".

Potenzielle Wohnungskäufer werden dem Pass sowieso misstrauen. Weil eine schlechte Note im Ausweis auf den Verkaufspreis durchschlägt, lohnt es sich bei hohen Ergebnis-Spannweiten für den Verkäufer auf jeden Fall, mehrere Gutachten einzuholen und nur das Beste vorzulegen.

Nur ein Energieausweis, der überall nach der selben Methode und nach einheitlichen Prüfkriterien erstellt wird, hat die Chance, von allen Beteiligten akzeptiert zu werden.

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