Energieausweis
So finden Sie eine sparsame Immobilie

Alte Heizung, schlecht gedämmte Wände – eine Wohnung kann schnell zur Energiekostenfalle werden. Der Energieausweis soll für Vergleichbarkeit sorgen. Doch erst einmal muss man ihn verstehen. So funktioniert’s.
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DüsseldorfDie Größe, die Lage, die Ausstattung – diese Kriterien reichen längst nicht mehr aus, um die Attraktivität einer Immobilie zu beurteilen. Angesichts der steigenden Energiekosten wird auch die Energieeffizienz eines Hauses wichtiger. Auskunft darüber soll ein Energieausweis geben, doch dabei gibt es gleich mehrere Probleme: Die Angaben werden künftigen Eigentümern oder Mietern häufig noch vorenthalten – und sie sind schwierig zu verstehen.

Wer eine Immobilie vermieten oder verkaufen möchte, muss die Interessenten über die Energieeffizienz des Gebäudes informieren. In Wohnungsanzeigen gehören die Angaben eigentlich schon seit mehr als fünf Monaten. Dazu zählen der Energiekennwert, der Energieträger der Heizung – also etwa Öl oder Gas, das Baujahr des Gebäudes, die Energieeffizienzklasse und – ganz wichtig – die Art des Energieausweises.

In der Praxis hat sich das aber noch nicht durchgesetzt. Die Verbraucherzentrale NRW hat 1700 Zeitungsannoncen und Aushänge in 47 nordrhein-westfälischen Städten untersucht. Ergebnis der Stichprobe: In vier von zehn Anzeigen und Aushängen bei Maklern und Geldinstituten fehlt der Energiekennwert. „Bisher wurde das Gesetz nur unvollständig umgesetzt“, sagt Katrin Wefers, Energieexpertin der Verbraucherzentrale NRW. „Hinter dem Energieausweis steckt eine gute Idee, aber dem Verbraucher hilft das nur, wenn er die Angaben in allen Anzeigen findet, die Werte vergleichbar sind und er diese auch versteht“, so die Expertin.

Keine dieser Bedingungen ist bisher erfüllt. An der Vergleichbarkeit mangelt es schon wegen der verschiedenen Typen von Energieausweisen: dem Verbrauchs- und dem Bedarfsausweis. Der Verbrauchsausweis bezieht sich auf die tatsächlichen Verbräuche der vergangenen drei Jahren. Wie der Wert ausfällt, hängt vom Verbrauch der bisherigen Bewohner ab. Die Werte sind also für verschiedene Immobilien nicht vergleichbar.

Die Berechnung für den Bedarfsausweis ist dagegen unabhängig vom Verhalten der Bewohner. Voraussetzung ist ein umfangreiches bautechnisches Gutachten. Wichtig sind neben dem Baujahr vor allem Bauunterlagen und technische Gebäude- und Heizungsdaten. „Wir empfehlen die Abschaffung des Verbrauchsausweises, weil er weniger aussagekräftig und abhängig vom individuellen Heiz- und Wohnverhalten der Bewohner ist“, so Verbraucherschützerin Wefers.

Anders sieht es Gerold Happ vom Eigentümerverein Haus & Grund. Er fordert eine Beschränkung auf den Verbrauchsausweis: „Wir sehen den Energieausweis grundsätzlich kritisch, beide Ausweistypen bieten nur eine grobe Orientierung und erlauben keine Rückschlüsse auf die persönlichen Heizkosten. Zugleich ist der Bedarfsausweis für Hauseigentümer aber viel teurer – ohne einen echten Mehrwert zu bieten.“

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  • Das Problem ist ja das, dass man bislang seine neue Wohnung nicht nach dem niedrigsten Energieverbrauch aussuchen kann. Es gibt keine Transparenz hier, darum ist das Thema für Makler und Vermieter bislang nicht wichtig - trotz der neuen Gesetzeslage. Das wird sich aber ändern, immerhin gibt es inzwischen eine Immobilienplattform, auf der man speziell nach energieeffizienten Wohnungen suchen kann, nämlich www.apluswohnen.de

  • Der ARtikel bringt die aktuelle Problematik auf den Punkt und da ab 2015 Bußgelder drohen, sollte man sich als Mieter, Vermieter und Verkäufer über Energieberatung- und Ausweise ausreichend informieren.

    Energieberater und ihre Dienstleistungen kann man auf gleichnamigen Portal (Energieberater-vergleich) online vergleichen. Dort wird auch vom Experten erläutert warum es verschiedene Ausweistypen gibt, was vor- und Nachteile sind sowie über gesetzliche Pflichten belehrt. Darüber hinaus findet man Experten für Fördermittel von KfW und BAFA.

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