Energiesparende Sanierung
Ostdeutschland zögert bei Gebäudesanierung

Vor allem im Osten Deutschlands werden Mittel für eine energiesparende Dämmung bei der Gebäudesanierung nur sehr zögerlich abgerufen. Die Grünen fordern von der Bundesregierung Nachbesserung bei den Förderprogrammen.
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BerlinBei der Mittelverteilung für die energiesparende Dämmung von Gebäuden in Deutschland gibt es ein starkes Gefälle. So flossen 2014 von insgesamt 3,7 Milliarden Euro für zinsverbilligte Zuschüsse und Kredite der staatlichen KfW-Förderbank 20 Prozent nach Baden-Württemberg. Das geht aus einer Antwort der Parlamentarischen Wirtschaftsstaatssekretärin Brigitte Zypries an die Grünen hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 18,3 Prozent der Mittel wurden von Bürgern in Nordrhein-Westfalen beantragt, gefolgt von Bayern mit einem Anteil von 15,8 Prozent. Vor allem in Ostdeutschland mit Ausnahme Berlins werden die Mittel weniger in Anspruch genommen.

„Der Osten ist bei diesen Programmen quasi abgehängt“, sagte die Vorsitzende des Bundestags-Umweltausschusses, Bärbel Höhn (Grüne), der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Die Bundesregierung muss dringend eine passende Förderung für investitionsschwache Haushalte auflegen und mehr Mittel für eine sozial verträgliche energetische Quartierssanierung bereitstellen.“ Schlusslichter sind unter den Flächenländern Saarland (38 Millionen Euro an Zusagevolumen 2014), Mecklenburg Vorpommern (39 Millionen) und Thüringen (59 Millionen).

Seit Jahren wird zum Ankurbeln der energetischen Sanierungen auch über einen Steuerbonus gestritten, um den Verbrauch in Gebäuden und so auch den CO2-Ausstoß zu senken. Mehrere Millionen Gebäude und Heizungen gelten als ineffizient. Ein neuer Anlauf wurde zuletzt von der großen Koalition wegen Streit um die Finanzierung auf Eis gelegt. Der Bonus sollte ein Volumen von einer Milliarde Euro im Jahr haben, bis zu 25 Prozent der Sanierungskosten sollten absetzbar sein.

Das Abwarten, ob der Bonus kommt, könnte die Investitionsbereitschaft insgesamt gedrosselt haben - noch 2013 waren 4,04 Milliarden Euro an KfW-Förderzusagen für Gebäudesanierungen in Anspruch genommen worden. „Die Fortsetzung der sanierungspolitischen Hängepartie durch die große Koalition ist fatal für Klimaschutz“, kritisierte Höhn.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Sehr glaubwürdig diese Bürgerverdummer von den Grünen. Dazu passt die heutige Meldung des großen Wohnungsverbandes GdW ja sehr gut: "Ostdeutschland ist Vorreiter bei der energetischen Gebäudesanierung". Im GdW sind die meisten kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsunternehmen, aber auch die großen privaten vertreten.
    Aber typisch Grüne, pseudowissenschaftliche Studien beauftragen, einzelne Zahlen bewusst zur Täuschung fehlinterpretieren, das können diese Ökoschwindler wie kein Anderer.
    Doch warum benötigt ein Hauseigentümer aufwändige KfW-Kredite mit Förderrichtlinien, bei denen keiner mehr durchblickt? Bei den derzeitigen Zinsen wird das kaum ein Narr machen, das wissen die Grünen auch, aber warum denn die Wahrheit verkünden?
    Das passt nicht zum eigentlichen Programm der Grünen, die permanente Lüge schon eher.

  • Eine selbstbestimmende und freie Marktgesellschaft braucht kein politisches und marktfeindliches Zwangs-Gesetz!
    Der Energieeinsparzwang ist eine politische Vorgabe, die strikt abzulehnen ist, weil diese gegen die Freiheit und die Selbstbestimmung der Bürger in unserer Gesellschaft verstößt.
    Die Grünen betreiben hier Lobbyarbeit für die Dämmindustrie und wollen uns als freie Marktgesellschaft DIKTIEREN, was wir zu tun und zu lassen haben. Das ist Diktatur Pur!

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