Entwicklungskonzept
Ikea soll Altona aufwerten

Die einen schätzen sein kreatives Flair, andere finden den Hamburger Stadtteil Altona einfach bloß schmuddelig. Seit Jahren hofft das einstige Hamburger Arbeiterviertel auf ein neues Entwicklungskonzept, nun soll der schwedische Ikea-Konzern das Einkaufszentrum beleben. Allerdings steht das Projekt vor zahlreichen Hindernissen.

HAMBURG. Bausünden aus den 1970er Jahren säumen die Fußgängerzone Große Bergstraße, seit Jahren werden Maßnahmen zur Aufwertung der Geschäftsstraße diskutiert. Nun gibt es wieder eine neue Idee. Der schwedische Konzern Ikea plant auf dem Gelände des seit Jahren leer stehenden Frappant-Einkaufszentrums eine City-Filiale. Altonas CDU-Fraktionschef Uwe Szczesny erwartet im März endgültig grünes Licht aus Stockholm. „Das Ikea-Gebäude in Altona darf jedoch keine blau-gelbe Schachtel werden“, schränkt der Politiker gleich ein und fordert einen Architektenwettbewerb. „Auch die Frage nach der Verkehrsanbindung muss noch geklärt werden.“ Szczesnys Bedingungen: Ikea muss seine Liefergebühren senken, damit nicht alle Kunden mit dem Auto kommen. Und eine neue Stichstraße soll von der A7 direkt zum Möbelhaus führen. Das wäre für Erich Fülling, Anwohner und Vorsitzender des Vereins „Lebendiges Altona“ eine Katastrophe: „Neue Riesen-Kaufhäuser und neue Stichstraßen brauchen wir in Altona überhaupt nicht.“ Statt dessen wünschen sich die Anwohner mehr Wohnungen.

Ohnehin aber ist bei Ikea die Entscheidung längst noch nicht gefallen, dämpft Deutschland-Sprecher Andreas Jantke die Euphorie. Man befinde sich in Verhandlungen mit dem Grundstücksbesitzer und dem Bezirk-Altona, sagt er, wann eine Entscheidung falle, sei noch völlig offen. Für Szczesny ist allerdings klar: „Das Projekt würde dem Einzelhandel in Altona großen Auftrieb geben.“

Auch Einzelhändlern setzen große Hoffnungen auf die Ansiedlung der Schweden. „Ikea ist ein besonderer Magnet“, sagt etwa Christian Gries, Geschäftsführer der Gries Deco Company und Betreiber der Depot-Handelskette für Wohnaccessoires, Geschenkartikel und Kleinmöbel. Gries könnte sich vorstellen, in der Nähe der Schweden eine weitere Filiale zu eröffnen.

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