Erholung der Grundstückspreise sorgt für Zuversicht
Immobilien-Trusts in Japan gelten als attraktiv

Experten erwarten deutliche Kurssteigerungen der der japanischen Immobilien-Investmenttrusts (Reits). Sie verweisen auf die vergleichsweise interessanten Dividenden. „Die Reits werden ziemlich gut abschneiden, wenn die Anleiherenditen niedrig bleiben“, sagt Chris Reilly, Vermögensverwalter bei Henderson Global Investors in Singapur. „Die Hauptantriebskraft bei den Reits ist das Renditebedürfnis der institutionellen Investoren."

Bloomberg TOKIO. Der Reit-Index der Börse Tokio ist in diesem Jahr um 8,4 Prozent gestiegen. Im Juli verzeichnete das Branchenbarometer ein Minus von 0,3 Prozent, das erste seit fünf Monaten. Zahlreiche Börsengänge der so genannten Reits hatten für eine Unterbrechung der Rally gesorgt. In den Börsenhandel eingeführt wurden unter anderem Prospect Residential Investment, Japan Single-Residence Reit, Kenedix Realty Investment und Joint Reit Investment. Damit stieg die Zahl der japanischen Reits auf 22.

Die in Tokio gelisteten Immobilien-Investmenttrusts, Eigentümer von Objekten wie Bürogebäuden und Einkaufszentren, werden mit 2,31 Bill. Yen (17 Mrd. Euro) bewertet. Zum Vergleich: Der US-Markt kommt auf 326 Mrd. Dollar und ist damit der weltweit größte.

Seitdem der erste japanische Reit, der Nippon Building Fund, im September 2001 in den Handel der Börse Tokio eingeführt wurde, hat sich der Wert der Immobilien-Investmenttrusts nahezu verneunfacht. Japanische Finanzinstitute sind heute die größten Anteilseigner, auf sie entfielen im März 58 Prozent der Reit-Investoren, zeigen Schätzungen von Toshihiko Okino, leitender Analyst bei UBS Securities. Privatanleger waren mit 20 Prozent vertreten. „Ich glaube, dass weiter Kapital in Reits fließen wird, vor allem von Seiten der Regionalbanken“, sagt Hirokazu Nihei, Analyst bei JP Morgan Securities. „Damit wird voraussichtlich auch der Marktwert steigen.“

Die Erholung der Grundstückspreise dürfte das Vertrauen der Investoren stärken. In den sechs Monaten bis zum 31. März ist ein entsprechender Index für Tokio, Yokohama, Nagoya, Kioto, Osaka und Kobe erstmals seit September 1990 gestiegen, berichtet das Japan Real Estate Institute. In der japanischen Hauptstadt waren die Preise 13 Jahre lang gefallen, erst letztes Jahr ging es dort wieder aufwärts, zeigt ein Bericht der japanischen Steuerbehörde.

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