Ersparnis nicht in allen Fällen möglich
Steuerfalle Ferienimmobilie

Wer eine Immobilie als Kapitalanlage kauft, kann Abschreibungen, Schuldzinsen und Werbungskosten steuerlich geltend machen.

Etwas anders ist die Sachlage jedoch, wenn eine manchmal selbstgenutzte Ferienimmobilie zeitweise vermietet wird. Auf die mögliche Steuerfalle „Liebhaberei“ macht der Immobilienverband Deutschland (IVD) aufmerksam.

Der Bundesfinanzhof hat demnach schon vor einigen Jahren entschieden, dass die Finanzämter grundsätzlich bei vermieteten Immobilien von einer sogenannten Einkünfte-Erzielungsabsicht ausgehen müssen. Dank dieser Vermutungsregel können Besitzer vermieteter Häuser und Wohnungen Steuern sparen.

Das Finanzamt kann jedoch vermieteten Ferienimmobilien, die vom Besitzer auch gelegentlich selbst genutzt werden, nachhaken: Dann muss der Eigentümer dem Fiskus vorrechnen, dass es möglich ist, innerhalb von 30 Jahren in die Gewinnzone zu kommen. Ist die nicht der Fall, so geht das Finanzamt von Liebhaberei aus mit der Folge, dass keinerlei Steuerersparnis möglich ist.

Betroffen sind nach Auskunft des IVD auch Immobilien-Eigentümer, die eine Wohnung preiswert – mehr als 75 Prozent unter Marktniveau – an Verwandte vermieten. Hier ist der Nachweis eine Gewinnerzielungsabsicht ebenfalls erforderlich. Auch Käufer von Anteilen an geschlossenen Immobilienfonds müssen dem Fiskus eine Prognoserechnung vorlegen, wonach in 30 Jahren ein Gewinn möglich ist.

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