Experten bemängeln neue Regeln bei Eigenheimzulage
Krise lähmt die Immobilienbranche

„Augen auf und durch!“ Unter diesem Motto fasste der Rat der Immobilienweisen auf dem Immobilienkongress „Cimmit 2004“ seine Empfehlung an die deutsche Immobilienwirtschaft zusammen.

rrl WIESBADEN. Marie-Therese Krings-Heckemeier, Vorstandsvorsitzende der Empirica AG, Berlin, und im Rat der Immobilienweisen für die Beobachtung des Wohnungsmarkts zuständig, beklagte eine Flut von Halbwahrheiten und Informationsdefiziten, die die Branche lähme. Eine dieser Halbwahrheiten aus ihrer Sicht: Eine schrumpfende Bevölkerung brauche weniger Wohnraum. Dem hält sie entgegen: „Die Wohnungsnachfrage wird nicht durch die Zahl der Einwohner, sondern durch die Zahl der Haushalte bestimmt.“ Diese steige trotz zunehmender Alterung der Bevölkerung.

In diesem und im nächsten Jahr benötige Deutschland jeweils 100 000 Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern und jährlich weitere 92 000 in Mehrfamilienhäusern. Dabei geht Krings-Heckemeier von einem jährlichen Zuzug von 100 000 Menschen aus dem Ausland aus. Die Nachfrage nach neu erstellten Wohnungen werde bis zum Jahr 2020 anhalten. Krings-Heckemeiers Begründung: Die Zahl der Haushalte werde in den neuen Bundesländern bis zum Jahr 2015, in den alten Bundesländern bis 2025 zunehmen. Zudem steige in den nächsten 20 Jahren die Wohnfläche pro Kopf von acht auf 20 Quadratmeter. Auch in den darauf folgenden Jahren müsse weiter gebaut werden, um Ersatzbedarf aufgrund von Umwidmung oder Abriss zu decken.

Zu den Auslösern der Demografie-Diskussion gehörte eine Studie der Deutschen Bank. Eine der Kernaussagen darin im Spätsommer 2003: Weil die Bevölkerung in Deutschland ab 2012 zurückgeht, dürften die Renditen für Wohn- und Büroimmobilien wegen sinkender Nachfrage unter Druck geraten. Der Neubaubedarf hänge neben der regionalen Verteilung maßgeblich von Verschiebungen in der Altersstruktur ab.

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