Expo Real
Chancen in der Immobilienbaisse

"Auf jedem Messestand wird man in diesem Jahr darüber diskutieren, wann der Aufschwung kommt - und mit ihm die Mieter." Vieles spricht dafür, dass Michael Borries, Geschäftsführer der Corpus Immobiliengruppe GmbH & Co. KG in Düsseldorf, Recht hat mit seiner Vorhersage, dass es auf der am kommenden Montag in München beginnenden Internationalen Gewerbeimmobilienmesse Expo Real vor allem um dieses eine Thema geht.

HB DÜSSELDORF. Schließlich befindet sich die Branche in einer Krise, die tiefer geht, als so mancher erwartet haben mag. "Nichts ist mehr, wie es einmal war", bringt Douglas Holoch, Deutschland-Chef des internationalen Immobilienberatungsunternehmens Jones Lang LaSalle (JLL) die Situation auf den Punkt. Endgültig vorbei scheinen die Zeiten, in denen die deutschen Immobilienmärkte ein Hort zwar mäßiger, gleichwohl stabiler Renditen und stetiger Wertentwicklung waren. Man müsse sich daran gewöhnen, dass auch "die deutschen Gewerbeimmobilien zur Handelsware werden", glaubt Holoch und prophezeit, dass die Volatilität an den Märkten auch hier zu Lande deutlich steigen werde.

Tatsächlich kam der Abschwung an den Büroimmobilienmärkten so rasch und abrupt wie selten (siehe Grafik). Die Nachfrage von Unternehmen nach Mietflächen brach binnen Monaten ein, gleichzeitig kamen - und kommen - zwischen Hamburg und München immer noch jede Menge neuer Flächen auf den Markt, die zu Zeiten geplant und begonnen wurden, als noch kein Wölkchen den Immobilienhimmel trübte.

Kein Wunder, dass Investoren heute mit extrem spitzem Bleistift rechnen: "Institutionelle Anleger verlangen eine Vorvermietungsquote von mindestens 60 Prozent, am liebsten 80 Prozent", weiß Ignaz Trombello, Geschäftsführer der Düsseldorfer Trombello Kölbel Immobilienconsulting GmbH. "Deshalb wird zur Zeit nicht ein Quadratmeter mehr spekulativ gebaut." Dabei seien gute Produkte am Investmentmarkt gefragt wie nie: "Der Markt ist so liquide wie schon lange nicht mehr."

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