Expo Real
Optisch gerät München in Schieflage

Ein schräg aufgestelltes Stadtmodell soll die Stadt München auf der Expo Real würdig repräsentieren und die Blicke auf sich ziehen. Alle wichtigen Stadtentwicklungs sind darauf zu sehen - erstmal auch das Schwabinger Tor und Münchens Innenstadtprojekt "Am Hirschgarten".
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MÜNCHEN.Während des Oktoberfestes steht München Kopf - und auch am Tag nach der Wies'n, dem Eröffnungstag der Expo Real, ist noch eine deutliche Schieflage zu entdecken. Das allerdings ist beabsichtigt: Denn das Zehn-Quadratmeter-Modell von der Münchener Innenstadt ist ganz bewusst schräg aufgestellt und dient als Blickfang des Messestandes der Landeshauptstadt.

Altbekanntes wie die Frauenkirche lässt sich auf dem Modell ebenso entdecken wie die neuen Projekte, die auf der Immobilienmesse beworben werden sollen. Eines der wichtigsten ist das Schwabinger Tor, das zum ersten Mal auf der Messe präsentiert wird. Auf 42 000 Quadratmetern entsteht hier entlang der Leopoldstraße ein komplettes Wohnviertel mit Läden, Kindergärten und Theater, für das eigens ein Großmarkt und ein Hotel weichen mussten. Auch Münchens größtes innerstädtisches Entwicklungsprojekt "Am Hirschgarten" ist wieder mit dabei.

Zum zwölften Mal ist die Stadt auf der Expo Real mit einem eigenen Messestand vertreten, also von der ersten Minute im Jahr 1998 an. Welche Immobilienprojekte und Investoren die Landeshauptstadt dadurch über die Jahre an Land gezogen hat, sagt man offiziell nicht - nur so viel: es waren einige, sagt Münchens Arbeits- und Wirtschaftsreferent Dieter Reiter. Die zahlreichen Kooperationspartner der Münchener profitieren dabei nicht nur vom Kontakt mit Besuchern, sondern auch von dem mit den Standkollegen. "Die Partner vertiefen bei der gemeinsamen Arbeit am Stand ihre Beziehungen", sagt Rita Müller-Roider von der Wirtschaftsförderung.

Das hat sich offenbar herumgesprochen, denn der Andrang war in diesem Jahr so groß, dass der Auftritt auf 400 Quadratmenter vergrößert wurde, sagt Müller-Roider. Wenn sich München präsentiert, wollen offenbar alle dabei sein. Die Bayern LB und die Bayerische Bau- und Immobiliengruppe, die KG Allgemeine Leasing und mehr als 30 weitere Partner.

Am Dienstagabend steht dann die U-Seite der Landeshauptstadt im Vordergrund: Nach 18.30 Uhr steigt die Party "Swinging München" mit DJ und bayerischen Spezialitäten - was das Innenstadtmodell noch mehr in Schräglage bringen dürfte.

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