Expo Real
Stuttgart wirbt mit Maultaschen

Zur Münchener Messe präsentiert sich die Stadt Stuttgart als bodenständige Wachstumsregion. Im Mittelpunkt des Messeauftritts stehen wichtige städtebauliche Projekte, wie der Einkaufsboulevard Konigstraße - und selbstverständlich die berühmten schwäbischen Maultaschen.
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STUTTGART.Es ist ungewöhnlich, dass Schwaben etwas zu verschenken haben. Schließlich wurden der Sage nach die ersten Schwaben von den Schotten aus dem Land geworfen, weil sie selbst ihnen zu geizig waren. Doch Bettina Schmid, die Hauptverantwortliche für den Expo-Real-Stand der Region Stuttgart, bestätigt: "Unsere Maultaschen aus der Papiertüte sind von einem Urschwaben gefertigt, jedes Jahr heiß begehrt und, ganz wichtig: kostenlos." Etwa fünftausend Stück gehen auf der drei Tagen währenden Münchener Immobilienmesse erfahrungsgemäß über den Tresen.

Bodenständig und sympathisch - so will sich Stuttgart auf der wichtigsten deutschen Immobilienmesse präsentieren. Das Motto: "Eine starke Region". Etwas nichts sagend, aber: Tatsächlich scheinen die Schwaben dem Abwärtstrend zu trotzen. Mit 450 Quadratmetern ist der Stuttgarter Stand etwas größer als 2008, die Zahl der Kooperationspartner mit 35 ebenfalls leicht gestiegen. Und das, obwohl die Expo Real in diesem Jahr insgesamt 14 Prozent weniger Aussteller verzeichnet. "Es sind zwar weniger, dafür aber kompetente Gesprächspartner unterwegs, die Gespräche sind zielgerichteter", sagt Klaus Vogt, Leiter der Stuttgarter Wirtschaftsförderung. "Die Krise hat den Vorteil, dass sie die Spreu vom Weizen trennt."

Im Mittelpunkt des Messeauftritts stehen wichtige städtebauliche Projekte. Das Südtor auf einem ehemaligen Brauereigelände zum Beispiel, wo für 75 Mio. Euro bis Ende 2010 Hotels, Wohnungen und Einzelhandelsflächen gebaut werden. Das Quartier S, dessen Ladenpassage sich tatsächlich wie ein großes S durch das Viertel schlängelt und die Marienstraße als Fortsetzung des Einkaufsboulevards Königstraße etablieren soll. Und das etwas irritierend betitelte Projekt "City Prag", wo auf rund drei Hektar ein neues nördliches Eingangstor in die Innenstadt entsteht. Premiere feiert außerdem das Projekt "Interkommunales Gewerbegebiet": Stuttgart plant zusammen mit der Nachbarkommune Leinfelden-Echterdingen ein gemeinsames Gewerbeareal von 18 Hektar Größe in Flughafennähe.

Bettina Schmid plant derweil schon den Stuttgarter Stand für das nächste Jahr. Rund zwölf Monate Vorlauf brauche man schon. Die nächste Runde Maultaschen kommt bestimmt.

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