Fallende Umsätze
Mietrendite vor Wertsteigerung

SB-Warenhäuser, Baumärkte und andere Großflächenanbieter erwarten stagnierende bis fallende Umsätze in diesem Jahr. Die Hälfte erwarte unveränderte Umsätze, 30 Prozent sinkende, ergab eine Umfrage unter Führungskräften dieser typischen Fachmarkt-Mieter, die im Februar im Auftrag der Hahn-Gruppe durchgeführt wurde.

DÜSSELDORF. Das Unternehmen verwaltet rund 1,5 Mio. Quadratmeter (qm) Großflächen an fast 170 Standorten. Etwas positiver sind die Lebensmitteldiscounter gestimmt. Unter ihnen gehen 60 Prozent von stabilen Umsätzen aus. Olaf Petersen, Geschäftsführer der GfK Geomarketing, zählt die Textildiscounter zu den Gewinnern in der Krise. SB-Warenhäuser werden künftig kleinere Flächen benötigen, weil sie sich auf den Verkauf von Lebensmitteln konzentrieren werden.

Der Bau eines Fachmarktzentrums rentiert sich erst, wenn es im Einzugsgebiet von etwa 150 000 bis 200 000 Einwohnern liegt. Die Investitionssummen bewegen sich zwischen 15 Mio. und 50 Mio. Euro. Typische Käufer sind Versicherer und Pensionskassen. "Versicherer wollen Cash-Flow-Rendite sehen", begründet Hahn-Chef Bernhard Schoofs das Interesse dieser Investorengruppe. Lebensversicherer ziehen laufende Einnahmen möglichen Wertsteigerungen vor, weil sie selbst permanent auslaufende Verträge bedienen müssen.

Gekauft werden Fachmarktzentren außerhalb der Städte zwischen dem 14- und 15-fachen der Jahresmiete, was anfänglichen Mietrenditen um die sieben Prozent entspricht. Keine Zukunft haben aus Sicht des GfK-Experten Petersen Solitärstandorte, etwa einzelne Baumärkte. Dies gilt umso mehr für ältere Objekte, die zu klein geworden sind. Die Flächen in den Fachmärkte sind in den vergangen Jahren stetig gestiegen.

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