Familie und Kinder
Immobilien verschenken spart Steuern

Wenn Eltern ihren minderjährigen Kindern Immobilien übertragen, müssen die Eltern die Mieteinkünfte selbst dann nicht versteuern, wenn bestimmte gesetzliche Vorschriften bei der Übertragung missachtet wurden.

Dies berichtet die Wüstenrot-Bausparkasse, die sich auf ein Urteil des Finanzgericht des Saarlands beruft (Az.: 1K 235/01). Im verhandelten Fall übertrug der Vater Anteile seines vermieteten Hauses auf seine beiden minderjährigen Kinder. Das Finanzamt wollte die anteiligen Mieteinkünfte jedoch weiter dem Vater zurechnen und versteuern.

Grund: Es sei gesetzlich vorgeschrieben, dass der Übergabevertrag von einem neutralen Pfleger, den das Vormundschaftsgericht bestellt, genehmigt werden muss. Hierdurch solle verhindert werden, dass der Vertrag rechtlich nachteilige Konsequenzen für die minderjährigen Kinder habe. Diese gesetzliche Vorschrift habe der Vater missachtet.

Doch die Richter schlugen sich auf die Seite des klagenden Vaters: Weder Notar noch Grundbuchamt hätten die Wirksamkeit des Vertrags angezweifelt. Zudem sei er nicht mit rechtlichen Nachteilen für die Kinder verbunden, weshalb auf die Bestellung eines Ergänzungspflegers verzichtet werden konnte. Die Mieteinnahmen werden demnach steuerlich den Kindern und nicht dem Vater zugerechnet.

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