Ferienhäuser
Wo Immobilienkäufer Jagd auf Urlaubsdomizile machen

Ferienhäuser sind beliebter denn je. Das erfahren nicht nur Urlauber auf der Suche nach einer Unterkunft, sondern auch Immobilienkäufer. Wo die Preise für Ferienhäuser und -wohnungen explodieren und wo sie moderat sind.

DüsseldorfUmfragen zufolge verbringt gut ein Viertel der deutschen Urlauber die schönste Zeit des Jahres im eigenen Land. Zunehmend beliebt sind dabei Ferienhäuser und -wohnungen - vor allem an der deutschen Nord- und Ostseeküste. Mehr als jede fünfte Übernachtung hierzulande wird durch den Ferienhausmarkt abgedeckt. Die Nachfrage steigt, sogar in der Altersgruppe unter 40 Jahren.

Umfragen zufolge verbringt gut ein Viertel der deutschen Urlauber die schönste Zeit des Jahres im eigenen Land. Zunehmend beliebt sind dabei Ferienhäuser und -wohnungen - vor allem an der deutschen Nord- und Ostseeküste. Mehr als jede fünfte Übernachtung hierzulande wird durch den Ferienhausmarkt abgedeckt. Die Nachfrage steigt, sogar in der Altersgruppe unter 40 Jahren.

Die positive Marktentwicklung lockt daher zunehmend auch Kapitalanleger an, die sich von einer vermieteten Ferienimmobilie eine attraktive Rendite und sicheren Kapitalerhalt versprechen. Auch viele, die schon ein Eigenheim besitzen, schauen nach einer Ferienimmobilie. Zum hohen Freizeitwert gesellen sich hier noch einträgliche Einnahmen durch die Vermietung an Urlauber und die Aussicht auf einen Altersitz in Urlaubsatmosphäre.

Deshalb hat der allgemeine Immobilienboom längst auch die Ferienregionen erfasst. Wer ein Ferienhaus oder -appartment kaufen will, hat es nicht leicht: Es gibt kaum attraktive Angebote in guten Lagen, und was noch zu haben ist, ist oft unverhältnismäßig teuer.

Das Maklerunternehmen Engel&Völkers hat die Immobilienmärkte an den 22 begehrtesten Standorten Deutschlands für seinen „Ferienimmobilien Marktbericht Deutschland 2016“ analysiert. So viel sei hier schon vorweggenommen: Die anhaltend hohe Nachfrage und das vielerorts noch immer sehr begrenzte Angebot an Ferienimmobilien dürften auch in Zukunft für weiter steigende Preise sorgen – sowohl für Wohnungen als auch Häuser. Besonders profitieren davon die beliebtesten Ferienregionen. „In mehr als einem Drittel der betrachteten Standorte erwarten wir noch weitere Preissteigerungen in den sehr guten Lagen“, verkündet Kai Enders, Vorstandsmitglied bei Engel&Völkers.

Teilweise haben die Immobilienpreise für Feriendomizile bereits in den vergangenen Jahren beachtliche oder sogar schwindelerregende Höhen erreicht. Am deutschen Top-Standort Sylt wurden für Ferienwohnungen in bester Lage und mit gehobener Ausstattung Preise von 17.000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche gezahlt. Einzelne Ferienhäuser – oder vielmehr Villen – wechselten dort für 15 Millionen Euro den Besitzer.

Der Boom beschränkt sich jedoch nicht nur auf die etablierten Standorte wie Sylt oder Tegernsee, wo sich die Preise auf hohem Niveau festigen, sondern hat auch beliebte Ferienregionen mit Nachholpotenzial voll erfasst. Die Ostsee-Halbinsel Rügen etwa verzeichnete bei Ferienhäusern für ein bis zwei Familien den größten Preissprung (siehe Tabellen). Kosteten sie in sehr guter Lage vor einem Jahr noch zwischen 650.000 und 1,2 Millionen Euro, erreichten die aufgerufenen Preise im ersten Quartal dieses Jahres bereits 700.000 bis 1,5 Millionen Euro – Tendenz weiter steigend. Für aufwändig sanierte Altbauwohnungen auf Rügen konnten Verkäufer bis zu 14.000 Euro pro Quadratmeter verlangen.

Auch in den bayrischen Urlaubsorten Garmisch-Partenkirchen, am Chiemsee und im Ostallgäu mussten Hauskäufer deutlich mehr für ein Ferienhaus hinblättern. Am Chiemsee etwa kletterte das obere Ende der Preisspanne von 2,8 auf 3,5 Millionen Euro. Liebhaberobjekte kosten dort sogar bis zu zehn Millionen Euro.

Ferienwohnungen erleben vor allem an der Ostseeküste einen Boom: Neben Rügen stiegen die Preise hier insbesondere auf Usedom und in Warnemünde. Hochwertige Ferienwohnungen in Top-Lage erreichen hier mit 10.000 Euro pro Quadratmeter Spitzenpreise. „Diese Standorte erreichen mittlerweile ein Preisniveau, das mit den größten deutschen Metropolen mithalten kann“, erklärt Immobilienmarktexperte Enders.

Jenseits der absoluten Spitzenobjekte und Liebhaberimmobilien ist das Preisniveau an der deutschen Nord- und Ostseeküste, insbesondere auf den Inseln, sowie in der deutschen Alpenregion insgesamt hoch – so hoch, dass inzwischen auch die Preise für Objekte in der zweiten Reihe deutlich steigen.

So hat das knappe Angebot in sehr guten Lagen laut Engel&Völkers-Studie in der Hälfte der untersuchten Standorte bereits zu einem Preisanstieg in nur guten Lagen geführt, auffällig vor allem in Warnemünde und auf der ostfriesischen Insel Juist. Nach den Spitzenreitern Sylt und Norderney ist das Preisniveau hier mit 6000 bis 9500 Euro pro Quadratmeter Ferienwohnung bereits das dritthöchste im Vergleich. Bei Häusern liegt die Insel mit Preisen zwischen 850.000 und 1,85 Millionen Euro nun auf dem siebten Platz deutschlandweit. Der Trend zeigt dabei weiter steigende Preise an.

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