Ferienimmobilien
Der Traum vom Haus auf der grünen Insel

In Irland oder Italien, in Spanien, Portugal und Griechenland sind die Preise für Häuser und Wohnungen dramatisch gesunken. Betroffen ist auch der Markt für Ferienimmobilien. Käufern bieten sich günstige Einstiegschancen - doch Luxus bleibt in den fünf sogenannten PIIGS-Staaten weiterhin teuer.
  • 1

DÜSSELDORF. Europa ist in Aufruhr. Staaten drohen an ihren Schulden zu ersticken, die Stabilität des Euros ist in Gefahr. Vor allem in den besonders gebeutelten Ländern Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien werden die Menschen künftig deutlich weniger Geld in der Tasche haben. Denn ihre Regierungen müssen sparen und bereiten das Volk daher schon seit Monaten auf harte finanzielle Einschnitte vor. So manchem Bürger dieser PIIGS genannten Staaten wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als seine Reserven anzugreifen.

Für Luxus wie ein Ferienhaus am Meer oder auf dem Lande dürfte sich in diesen Ländern vorerst kaum noch jemand interessieren. Die Folge: Die Preise für Villen oder Apartments in den Urlaubsregionen rund ums Mittelmeer, aber auch auf der grünen irischen Insel sinken auf breiter Front. Eigentlich also eine gute Gelegenheit, sich nach geeigneten Objekten umzusehen.

Tatsächlich hat die Jagd auf Sonderangebote bereits begonnen - und Deutsche jagen mit. Zum Beispiel in Irland. Gut betuchte Golfer, Angler, Segler oder Romantiker haben nun die Chance, sich ihren Traum vom einsamen Leben in grüner Natur zu vergleichsweise günstigen Preisen zu erfüllen - nur gut zwei Flugstunden von zuhause entfernt. Um die besten Objekte konkurrieren sie dabei vor allem mit Briten, die sich nach Jahren der Abstinenz wieder für Feriendomizile auf der Nachbarinsel interessieren.

Ferienimmobilien sind purer Luxus und werden selten auf Pump gekauft

Ganz anders in Spanien: Dort stehen Briten auf der Verkäuferseite - und müssen deutliche Wertverluste hinnehmen. Vor allem wer zwischen 2005 und 2007 eines der unzähligen Ferienapartments auf dem spanischen Festland erworben hat, muss heute hohe Verluste von bis zu 50 Prozent verschmerzen, wenn er sein Objekt verkaufen will - oder muss. Deutlich weniger unter Druck geraten sind interessanterweise die Preise für Zweitwohnsitze in Griechenland. Obwohl das Land im Mai als erster Staat in die Schuldenkrise rutschte, ist der Häusermarkt vergleichsweise stabil.

Der Grund: Das Land hat keinen von billigen Krediten getriebenen Bauboom erlebt wie Irland oder Spanien. Deshalb sind auch nur wenige Hausbesitzer gezwungen zu verkaufen. Nur bei Immobilien mit einfacher Ausstattung oder in schlechter Lage bröckeln daher die Preise. Griechische Gelassenheit könnte das Land zudem auch in Zukunft davor bewahren, zum Billigland für Hauskäufer zu werden: Eigentümer warten lieber ab, bevor sie ihre Immobilie zum Schleuderpreis auf den Markt werfen.

Seite 1:

Der Traum vom Haus auf der grünen Insel

Seite 2:

Kommentare zu " Ferienimmobilien: Der Traum vom Haus auf der grünen Insel"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Guten Tagm, .... Eventuell sollte denn soch erwaehnt werden dass sogar in der Sonne nach etwa 15 Jahren die ersten Reparaturen kommen. Haben Sie schon mal mit einem Suedfranzoesischen Maler zu tun gehabt?... ich schon ! Portugal;... ein Land aus dem die eigenen Einwohner weglaufen ( haufenweise ) Spanien,... wo sich im Winter die Fuechse " Gute Nacht " sagen. Sollte jemand mir nicht glauben;.... sehen Sie sich mal das "Hôpital de Cannes" an. Wenn moeglich nachts. Da sind sie in Angola besser aufgehoben. Auch werden wir alle aelter,... 1200 bis 1600 km sind auch im Testarossa um die 12 Stunden Fahrt / wenn die Franzosen nicht gerade Stau spielen. Vor allem gehen die Kinder nachher eh woanders hin..... Niemals sollte mann so was in Urlaubsstimmung kaufen. Es sei denn mann will mindestens 6 Monate im Jahr hin. Glauben Sie mir, ich weiss wovon ich rede. ich lebe zeitweilig da .( Von den betruegereien, Gemauschel, und unehrlichen Notaren mal ganz abgesehen. ) Wenn Sie wirklich Kohle haben,.... gehen Sie nach Monaco.... da sind Sie wenigstens ihres Lebens noch sicher. besten Dank

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%