Fiats Deutschland-Zentrale
In Frankfurts Osten geht die Sonne auf

In Frankfurts Osten kommt Bewegung: Die Hanauer Landstraße, die Trend- und Automeile der Bankenmetropole, wächst kräftig weiter. So verlagert beispielsweise der italienische Automobilkonzern Fiat seine Deutschland-Zentrale von Heilbronn in die Frankfurter Eastside.

FRANKFURT. Der italienische Automobilkonzern Fiat führt seinen bislang zweigeteilte Firmensitz nun in Frankfurt zusammen. Etwa 30 Mill. Euro soll die mehr als 8  000 Quadratmeter (qm) große Immobilie kosten. Die Fiat-Vertretung will sowohl Büros als auch Ausbildungs- und Trainingsstätten unter einem Dach zusammenbringen. Ebenso sind große Schauräume für die Marken Fiat, Alfa Romeo und Lancia geplant.

„Die Mainmetropole und insbesondere dort die Hanauer Landstraße erfüllen die Lage- und Infrastrukturkriterien eines Automobilkonzerns bestens“, konstatiert Richard Tucker, Senior Consultant von CB Richard Ellis und verantwortlich für den Deal. Im Juni starteten bereits die ersten Bauarbeiten. Und zum 1. Dezember nächsten Jahres wollen die Italiener dann ihren neuen Standort beziehen.

Auch BMW baut attraktive neue Ausstellungsräume gegenüber dem bereits bestehenden BMW-Autohaus. Darüber hinaus prüft Audi Pläne, sich mit einem ganz neuen Konzept auf dem ehemaligen Raab-Karcher-Gelände an der Hanauer Landstraße niederzulassen.

Doch nicht nur Automobilfirmen konzentrieren sich in Frankfurts Eastend. Unter Gourmet-Restaurants und Szene-Clubs mischen sich Werbe- und Eventagenturen sowie Hotels. Pünktlich zur WM eröffnete das neue Motel One seine Pforten.

Möbelhäuser wie Flamme Möbel zieht diese Gegend ebenfalls an. Ein weiteres Möbelhaus soll schon auf der Suche nach einem geeigneten Platz sein. Außerdem rechnen Experten durch den Bau des neuen EZB-Gebäudes auf dem Gelände der ehemaligen Großmarkthalle mit einem weiteren Aufschwung im Osten der deutschen Finanzhauptstadt.

Dennoch hat der Standort bislang nicht zu den klassischen Bürolagen in der Frankfurter Innenstadt aufschließen können. Im ersten Quartal des Jahres wurden 38 Prozent der insgesamt neu vermieteten Bürofläche in der City registriert. „Der Trend, wieder verstärkt in den Innenstadtlagen zu mieten, setzt sich auch in diesem Jahr fort“, sagt Oliver Barth, Frankfurter Niederlassungsleiter beim internationalen Immobilienberater Atisreal. Dies zumal in den ersten sechs Monaten des Jahres Banken und Finanzdienstleister wieder die stärkte Nachfragergruppe waren: Sie mieteten rund ein Viertel der in diesem Zeitraum vermarkteten Bürofläche an.

Mit Höchstmieten von gut 13 Euro pro qm monatlich und durchschnittlichen Büromieten von gut zehn Euro liegt das Ostend überdies am unteren Ende der Frankfurter Preisskala. Kein Wunder bei einem Leerstand, der zum Ende 2005 bei 95 000 qm lag, wie Atisreal meldet – etwa die Hälfte davon in modernen Bürogebäuden.

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